Freitag, 27. Mai 2011

Seensteig von Baiersbronn bis Mitteltal, Teil 1


Der Seensteig ist einer von zur Zeit fünf Weitwanderwegen im Schwarzwald, die vom Deutschen Wanderverband mit dem Label Qualitätsweg Wanderbares Deutschland ausgezeichnet worden sind. Der Seensteig führt mit einer Gesamtlänge von 84 Kilometern und fünf Tagesetappen auf die Schwarzwaldhöhen westlich des oberen Murgtals. Hierbei sucht der Seensteig alle Karseen des Gebiets auf, daher auch der Name des Weges. Nirgendwo sonst im Schwarzwald wie in der Umgebung von Baiersbronn gibt es so viele Karseen auf engem Raum.

In diesem und im folgenden Post in diesem Blog geht es um die erste Etappe des Seensteigs vom Bahnhof Baiersbronn bis nach Mitteltal, das ebenfalls zu Baiersbronn gehört. Da es auf dieser ersten Etappe - wie übrigens auf allen mit einer Auszeichnung versehenen Wanderwegen - viel zu sehen gibt, teilen wir die erste Etappe des Seensteigs auf zwei Posts auf. Die erste Etappe des Seensteigs ist 12 Kilometer lang und bewältigt einen Höhenunterschied von 420 Metern im An- und Abstieg.


Das Zeichen des Seensteigs ist im Wegverlauf in engen Abständen vorhanden.
Der Schwarzwaldverein hat den Seensteig in sein Wegweisersystem integriert - hier der Wegweiser beim Bahnhof von Baiersbronn.
Vom Bahnhof Baiersbronn (Murgtalbahn Freudenstadt-Karlsruhe, Züge fahren mindestens stündlich) verläuft der Weg durch den Ortsteil Unterdorf hinein in das idyllische Sankenbachtal.

Wiese, Bach, Wald: das Sankenbachtal ist ein typisches Schwarzwaldtal.
Nach vier Kilometern erreicht man den Sankenbachsee. Dieser ehemalige Karsee wurde im Jahr 1980 wieder angestaut und ist zur Zeit dabei, erneut zu verlanden. (Zum Sankenbachsee siehe auch den Post vom 13.11.2009). 

 
Der Sankenbachsee befindet sich in einem ehemaligen Gletscherkar.
Nach einer hälftigen Umrundung des Sankenbachsees beginnt der steile Anstieg auf einem Pfad an der Karwand über den Sankenbachwasserfall (siehe auch im Post vom 13.11.09) hinauf zur Hochfläche beim Freudenstädter Ortsteil Kniebis.

Der untere Teil des Sankenbachwasserfalls
Eine Brücke führt am Fuß des oberen Teils des Sankenbachwasserfalls über den Sankenbach. Man kann hier den Sankenbachwasserfall ein wenig künstlich verstärken, indem man den Schieber (links im Bild) öffnet und das angestaute Wasser freilässt. Es braucht einige Minuten, bis das gesamte Wasser ausgeflossen ist. Eine Wiederholung der Aktion ist erst nach einer Viertelstunde möglich. Denn das von Natur aus nur spärlich fließende Wasser muss sich erst einmal wieder im Staubecken ansammeln. 
Oberhalb des Sankenbach-Wasserfalls steigt man auf Pfaden und Forstwegen weiterhin an der steilen Karwand des Sankenbachkars hinauf.

Die senkrecht stehenden Bäume zeigen die Steilheit der Wand des Sankenbach-Kars.
Nach einiger Zeit flacht der Anstieg ab und man erreicht die Buntsandstein-Hochfläche bei Kniebis.

Historischer Wegweiser am Wegrand auf der Hochfläche bei Kniebis
Im Wald beim Freudenstädter Ortsteil Kniebis verläuft der Seensteig teilweise auf einem federnden mit Baumrinde bedeckten Pfad.
Schließlich kommt man an den Waldrand und hat einen überraschenden Blick auf das auf allen Seiten von Wald umgebene Kniebis.

Der Höhenkurort Kniebis liegt an der Schwarzwald-Hochstraße.
Bald tritt der Seensteig wieder in den Wald ein und kommt zum Ellbachseeblick. Darüber mehr im folgenden Post.   

Hier gibt es eine Übersicht über den Seensteig. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit dem Seensteig befassen, verlinkt.

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