Freitag, 30. Oktober 2015

Der neue Buchkopfturm bei Oppenau-Maisach

Die Mehrzahl der Aussichtstürme im Schwarzwald wurde vor über 100 Jahren erbaut. Aber auch in der heutigen Zeit gibt es immer wieder Neubauten von Aussichtstürmen zu vermelden. So wurde am 14. Mai 2015 der Buchkopfturm bei Oppenau-Maisach im Ortenaukreis eröffnet. Weniger als ein Jahr nach der Eröffnung des Urenkopfturms bei Haslach im Kinzigtal gibt es damit wieder einen neuen Aussichtsturm im Schwarzwald.

Aussichtstürme im Schwarzwald sind und bleiben aktuell. Denn der Schwarzwald ist eines der waldreichsten Mittelgebirge Europas. So schön dieser riesige Wald auch ist, er verunmöglicht oft die Sicht in die Ferne. Vielfach lässt sich dem nur mit Hilfe von Aussichtstürmen abhelfen.

Die heutigen Aussichtstürme sehen ganz anders aus als ihre Vorgänger vor über hundert Jahren. Baute man früher die Aussichtstürme im Wesentlichen aus Stein, dominieren heute offene, lichte Formen aus Holzstämmen und Stahl.

Der Buchkopfturm befindet sich am Westhang eines Ausläufers des Hauptkamms des Nordschwarzwalds ca. 2 Kilometer südlich des Weilers Zuflucht und am Übergang vom Nördlichen Schwarzwald zum Mittleren Schwarzwald. Zuflucht liegt an der Straße von Oppenau zur Schwarzwaldhochstraße. In der topographischen Karte ist kein Name "Buchkopf" eingetragen. Der bei der Zuflucht vom Hauptkamm des Nordschwarzwalds abzweigende Seitenkamm senkt sich zunächst zu einem Bergsattel, genannt Kohlgrube, ab. Von dort steigt der Kamm zu einem Berg an, genannt Buch. Am Westhang dieses Bergs befindet sich der Buchkopfturm.

Sonntag, 25. Oktober 2015

Die Eiszeit-Tour der Baiersbronner Himmelswege, Teil 3

Dies ist der dritte von drei hintereinanderfolgenden Posts in diesem Blog zur Eiszeit-Tour, einem von neun Baiersbronner Himmelswegen. Im vorangegangenen Post sind wir bis zur Hochfläche Kleemüsse oberhalb des Huzenbacher Sees gekommen. 

Beim Wegweiser Kleemüsse verlässt die Eiszeit-Tour die Kernzone Wilder See/Kleemüsse des Nationalparks Schwarzwald. Nun geht es weiter durch die Entwicklungszone des Nationalparks. Nach einiger Zeit kommt man an den Ostrand der Hochfläche Kleemüsse. Dort befindet man sich am Rand des Nationalparks, was durch ein Schild kenntlich gemacht ist.

Mittwoch, 21. Oktober 2015

Die Eiszeit-Tour der Baiersbronner Himmelswege, Teil 2

Dies ist der zweite von drei hintereinanderfolgenden Posts in diesem Blog zur Eiszeit-Tour, einem von neun Rundwanderwegen, die unter dem Titel Baiersbronner Himmelswege firmieren.

Im vorangegangenen Post gab es einige allgemeine Informationen zur Eiszeit-Tour. Wir haben mit der Wanderung auch bereits begonnen und sind hierbei von Huzenbach zum Huzenbacher See und weiter in die Karwand oberhalb des Sees gekommen.

Heute geht die Wanderung weiter. Der Wald in der Karwand ist überaus beeindruckend. Bereits seit vielen Jahren wird ein Teil des Waldes nicht mehr forstwirtschaftlich genutzt. Seit dem Frühjahr 2015 ist dieses Gebiet zudem Teil der Kernzone Wilder See/Kleemüsse des Nationalparks Schwarzwald. Man sieht umgefallene Baumstämme, die teilweise über dem Weg liegen. In einige der Baumstämme hat man eine Trittstufe eingesägt. Weiter oben sieht man auch stehende, abgestorbene Bäume, ein vollkommen normales und natürliches Bild in einem Urwald.

Samstag, 17. Oktober 2015

Die Eiszeit-Tour der Baiersbronner Himmelswege, Teil 1

Baiersbronn im Landkreis Freudenstadt besitzt ein riesengroßes Wanderwegenetz, das unter dem Dachbegriff Wanderhimmel firmiert. Eine Wegegruppe innerhalb dieses Wanderwegenetzes stellen die Baiersbronner Himmelswege dar. Das sind neun Rundwanderwege, die eher über als unter 10 Kilometer lang sind und die soweit wie möglich Pfade benutzen.

Die Baiersbronner Himmelswege sind nichts für Anfänger unter den Wanderern. Das gilt auch für die Eiszeit-Tour, einen der neun Himmelswege. Die Eiszeit-Tour wollen wir hier in diesem Blog im heutigen und in den beiden folgenden Posts beschreiben.

Die Eiszeit-Tour ist 11 Kilometer lang. Im Wegverlauf sind beachtliche 410 Meter Höhenunterschied im Aufstieg und im Abstieg zu bewältigen. Das Wegzeichen der Eiszeit-Tour ist ein Schneekristall in grüner Farbe. Die Eiszeit-Tour verläuft durchgehend zusammen mit beschilderten Wanderwegen des Schwarzwaldvereins. Für die Eiszeit-Tour wurde keine eigenständige Beschilderung erstellt. Auf den Wegweisern des Schwarzwaldvereins wurde das Zeichen der Eiszeit-Tour mit aufgebracht.

Montag, 12. Oktober 2015

Der Huzenbacher See im Nationalpark Schwarzwald

Der Huzenbacher See ist einer von drei Karseen im Nationalpark Schwarzwald. Bereits vor der Gründung des Nationalparks im Jahr 2014 war der Huzenbacher See jedoch ein bekanntes Ausflugsziel und ein Naturwunder des Schwarzwalds.

Der Huzenbacher See war bereits das Thema im Post vom 07.06.2010 in diesem Blog. Dort gibt es auch einige Infos und Daten zum See, die wir jetzt nicht wiederholen wollen. Jetzt ist es aber an der Zeit, dass wir den Huzenbacher See erneut besuchen und einmal sehen, was sich in den letzten Jahren geändert hat und ob sich der Nationalpark Schwarzwald bereits auf den See und die Umgebung ausgewirkt hat.  

Mittwoch, 7. Oktober 2015

Der Kammerloch-Wasserfall bei Baiersbronn-Huzenbach im Nationalpark Schwarzwald

Der Huzenbacher See, ein Karsee und Relikt der letzten Eiszeit bei Baiersbronn-Huzenbach in einem Seitental (Seebachtal) des Murgtals, ist relativ gut bekannt. Nahezu unbekannt ist, dass es im südöstlichen Nachbartal des Seebachtals, dem Dobelbachtal, ebenfalls ein durch eiszeitliche Gletscher ausgehobeltes Kar gibt.  

Dieses Kar wird Kammerloch genannt. Der Boden des Kars heißt Schwarzmiss. Wenn es in diesem Kar jemals einen See gab, ist dieser jedoch längst verschwunden. Der Karboden und auch die beeindruckende Karwand sind vollständig mit Wald bestockt. In der Karwand befindet sich im Bereich einer kleinen Felsstufe der Kammerloch-Wasserfall. 

Das Kammerloch macht es Touristen jedoch schwierig, auf Entdeckungsreise zu gehen. Es gibt praktisch keine Aussichtspunkte, von denen aus man die große und wahrscheinlich durchaus beeindruckende Karform im Überblick sehen kann. Die hohe und große Steilwand des Kars sieht man erst, wenn man sich auf dem Pfad unmittelbar in der Wand befindet. Den Grund des Kars, die Schwarzmiss, ist ebenfalls nur vom Forstweg aus zu erkennen, der unmittelbar am Rand des Kargrunds entlangführt. Auch den Kammerloch-Wasserfall sieht man erst, wenn man sich auf dem Stichweg wenige Meter davor befindet. Es kommt noch hinzu, dass der Wasserfall während des größeren Teils der Zeit nur ein Rinnsal darstellt. Nach starken Regenfällen wird es ein richtiger Wasserfall. Dann aber ist kaum jemand dort unterwegs.

Freitag, 2. Oktober 2015

Von der Schwarzwaldhochstraße ins Ilgenbachtal im Nationalpark Schwarzwald

Heute gibt es in diesem Blog erneut eine Rundwanderung ab der Schwarzwaldhochstraße, die durch die Kernzone Buhlbachsee/Hechliskopf des Nationalparks Schwarzwald hindurchführt.

Bei dieser Wanderung steigt man von der Schwarzwaldhochstraße hinab ins hinterste Ilgenbachtal, ein Seitental des Murgtals, das zwischen Baiersbronn-Mitteltal und -Obertal vom Murgtal abzweigt.

Der Abstieg vollzieht sich weitgehend auf Forststraßen. Der Wiederanstieg aus dem Ilgenbachtal folgt durchgehend dem Wanderweg "Genießer-Tour", der zu den Baiersbronner Himmelswegen gehört. Hierbei werden auch Pfade benutzt. Einer der Pfade ist ganz eng und matschig. Deshalb sind gute, rutschfeste und wasserdichte Schuhe erforderlich.