Freitag, 26. Juni 2015

Aussichtspunkt im Naturschutzgebiet Gletscherkessel Präg

Nach dem Naturschutzgebiet Feldberg ist das Naturschutzgebiet Gletscherkessel Präg mit einer Fläche von 2.800 Hektar das zweitgrößte Naturschutzgebiet in Baden-Württemberg. Das NSG Gletscherkessel Präg befindet sich südwestlich des Naturschutzgebiets Feldberg und grenzt an einer Stelle sogar unmittelbar an das NSG Feldberg an.

Innerhalb des NSG Gletscherkessel Präg gibt es eine Höhendifferenz von über 700 Metern. Der tiefste Punkt des Gebiets liegt auf 570 m ü NN bei Geschwend, der höchste Punkt ist der Gipfel des Blößling mit 1.309 m ü NN. Die Besonderheit des NSG sind die Hinterlassenschaften der Eiszeit. Im Gebiet des Gletscherkessels flossen während der letzten Eiszeit sechs Gletscher unmittelbar und sogar neun Gletscher mittelbar zusammen. Das wird als Weltrekord angesehen.

Das NSG Gletscherkessel Präg wurde im Jahr 1994 verordnet. Die feierliche Gründung des NSG fand an einem Aussichtspunkt am Berghang südlich des Orts Präg statt. Dort befindet  sich heute eine Infotafel. Zum NSG Präg sind auf der Infotafel die folgenden Sätze vorhanden:

Sonntag, 21. Juni 2015

Der Sandsee zwischen Schwarzwaldhochstraße und Forbach-Herrenwies

Der Sandsee ist ein kleiner, aber idyllisch mitten im Nadelwald gelegener See westlich von Forbach-Herrenwies und östlich der Schwarzwaldhochstraße bei der Straßenkreuzung Sand.

Der See befindet sich auf der Gemarkung der Stadt Bühl. Die Grenze zur Gemarkung Forbach verläuft entlang des südlichen Seeufers.

Der Sandsee ist ein künstlich angelegter See. Im 18. Jahrhundert hat man den Schwarzenbach kurz hinter seiner Quelle aufgestaut. Dadurch erhielt man einen sogenannten Schwallsee, mit dessen Hilfe die Bäche und Flüsse unterhalb des Sees kurzfristig die für den Holztransport wichtigen Wassermengen liefern konnten. 1933 bis Mitte der Siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts hat man am Sandsee ein Strandbad angelegt. Dieses Strandbad ist längst verschwunden. Auch das nächstgelegene Hotel bei der Straßenkreuzung Sand an der Schwarzwaldhochstraße verfällt seit längerer Zeit.

Dienstag, 16. Juni 2015

Der Todtmooser Wasserfall

Der Todtmooser Wasserfall befindet sich ca. 1,75 Kilometer nördlich des Zentrums von Todtmoos, eines Erholungs- und Wallfahrtsorts im Wehratal im Hotzenwald im Südschwarzwald. Der Wasserfall wird vom Rüttebach gebildet, der im Zentrum von Todtmoos in die Wehra mündet, wobei die Wehra dort gegenüber dem Rüttebach nicht der größere Bach oder Fluss ist.

Der Todtmooser Wasserfall besteht aus mehreren Einzelfällen. Man unterscheidet drei Fallstufen. Die gesamte Fallhöhe beträgt 40 Meter. Der höchste Einzelfall ist 8 Meter hoch.

Kurioserweise ist der Todtmooser Wasserfall zur Zeit (2015) nicht unter Schutz gestellt, weder als Geotop, noch als Naturdenkmal oder Biotop. Ein Pfad führt durch die Schlucht des Rüttebachs im Bereich des Todtmooser Wasserfalls. Mit einer Brücke überquert der Pfad einmal den Bach. Der Premiumweg Lebküchlerweg, der eine Runde bei Todtmoos beschreibt, führt am oberen Teil des Wasserfalls vorbei.   

Donnerstag, 11. Juni 2015

Doppelsesselbahn Hasenhorn mit Coasterbahn

Die Doppelsesselbahn vom Ortsrand von Todtnau im Wiesental hinauf auf eine Geländeschulder im Westrücken des Hasenhorns ist für den Schwarzwald etwas Besonderes. Denn es gibt nur wenige Sessellifte im Schwarzwald. 

Damit aber nicht genug. Die Doppelsesselbahn Hasenhorn ist auch der Zubringer zur Sommerrodelbahn (Coaster) am Hasenhorn. Mit einer Länge von 2,9 Kilometern gilt sie als die längste und spektakulärste Coasterbahn Deutschlands. 

Die 964 Meter lange Doppelsesselbahn Hasenhorn wurde im Jahr 2004 eröffnet. Sie ersetzte einen Einersessellift. Die Sesselbahn überwindet einen Höhenunterschied von 364 Metern. Die Bergstation befindet sich auf einer Meereshöhe von 1.065 m ü NN.  

Samstag, 6. Juni 2015

Rundfahrt auf dem Titisee

Der Titisee ist mit einer Fläche von 1,3 km² nach dem Schluchsee der zweitgrößte See des Schwarzwalds sowie der größte natürliche See des Schwarzwalds. Titisee und Schluchsee sind auch die einzigen Seen des Schwarzwalds, auf denen ein öffentlicher Betrieb mit Passagierschiffen stattfindet.

Auf dem Titisee bieten gleich zwei Betriebe ihre Dienste an. Es gibt zwei Schiffsstege, die sich an der Uferpromenade in Titisee befinden. Je nach Wetter und Besucherandrang muss man meist nicht lange warten, bis man auf einem der Schiffe eine Rundfahrt auf dem Titisee unternehmen kann. Die Schiffe fahren jeweils einmal um den Titisee in der Nähe des Ufers im Uhrzeigersinn. Die Fahrt dauert ca. 25 - 30 Minuten. 
 
Eine Schifffahrt auf dem Titisee ist durchaus lohnend. Man hat hier Einblicke auf das Ufer und in die umgebende Bergwelt, die es so vom Land aus nicht gibt. Den Feldberg, den höchsten Berg im Schwarzwald, sieht man von der Seepromenade in Titisee aus nicht. Auf dem See kommt der Berg jedoch ins Blickfeld. Eine Tonbandansage auf dem Schiff erklärt die wichtigsten Sachverhalte und Sehenswürdigkeiten um den Titisee.

Montag, 1. Juni 2015

Premiumweg "Wasserfallsteig" vom Feldberg nach Todtnau

Der Premiumweg und Genießerpfad Wasserfallsteig verläuft vom Hebelhof bei der Feldberg-Passhöhe über Todtnau bis nach Todtnauberg. Die Weglänge ist 11,8 Kilometer. Der Weg wurde zum ersten Mal im Jahr 2010 vom Deutschen Wanderinstitut als Premiumweg zertifziert. Im Jahr 2013 wurde die Zertifizierung erneuert. Die aktuelle Zertifizierung ist bis Juli 2016 gültig. Der Weg hat vom Deutschen Wanderinstitut 79 Erlebnispunkte erhalten, eine überdurchschnittlich hohe Zahl.

Leider muss man am Premiumweg Wasserfallsteig auch Kritik üben. Der Weg ist immer wieder in Abschnitten wegen forstwirtschaftlicher Arbeiten gesperrt. So war der Weg über mehrere Monate hinweg zwischen dem Hebelhof und Todtnau-Fahl wegen Forstarbeiten gesperrt. Im Frühjahr 2015 war der Weg bei Todtnau-Brandenberg auf einem Abschnitt gesperrt. Ein Umleitungsschild zeigte hinüber zur Bundesstraße B 317. Dort wurden die Wanderer dann alleingelassen. Eine weitere Wegsperrung gab es bei Todtnau unterhalb der Wolfsschlucht. 

In Bezug auf diese Wegsperrungen kann man alle Touristen nur auffordern, sich bei den Tourismusverbänden und den Gemeindeverwaltungen zu beschweren. Die Verantwortlichen scheinen die Sache auf die leichte Schulter zu nehmen. Dabei ist ein Premiumweg mit Wegsperrungen und mit einer industriell daherkommenden Forstwirtschaft nicht vereinbar. Es gibt nur die eine Alternative: Entweder man bemüht sich um die Zertifizierung eines Premiumwegs und garantiert dann während der dreijährigen Gültigkeit der Zertifizierung die uneingeschränkte Begehbarkeit des Wegs. Oder man will industrielle Forstwirtschaft betreiben und lässt dann eine Bewerbung um die Zertifizierung eines Premiumwegs bleiben. Dazwischen gibt es nichts. Es geht schon gar nicht, dass man mit dem Werbeinstrument eines Premiumwegs Touristen von nah und fern anlockt und dass diese Touristen dann vor gesperrten Wegabschnitten stehen.