Samstag, 28. Mai 2016

Riesen-Mammutbäume und alter Standseilbahnwagen vor dem Bahnhofsgebäude von Bad Wildbad

Vor dem Bahnhofsgebäude von Bad Wildbad befinden sich gleich zwei Sehenswürdigkeiten, Riesen-Mammutbäume und ein alter Standseilbahnwagen der Sommerbergbahn.

Eine Infotafel gibt Erläuterungen zu den Riesen-Mammutbäumen. Die Riesen-Mammutbäume sind demnach in der kalifornischen Sierra Nevada heimisch. Im Jahr 1864 beauftragte der württembergische König Wilhelm I., Baumsamen aus Kalifornien zu beziehen. Ab dem Jahr 1870 wurden die aus den Samen gezogenen Bäumchen an ihre endgültigen Standorte verpflanzt. Eine Erhebung der Forstdirektion Stuttgart im Jahr 1987 ergab, dass aus dieser ersten Aussaat noch 106 Riesen-Mammutbäume vorhanden waren. 

Im Jahr 2011 erhielt die Sommerbergbahn bei Bad Wildbad, eine Standseilbahn, neue Seilbahnwagen (vierte Wagengeneration). Einer der alten Wagen aus der dritten Wagengeneration erhielt eine neue Heimat an einer Böschung vor dem Bahnhofsgebäude von Bad Wildbad.

Dienstag, 24. Mai 2016

Tornadostein und Arboretum Büchenbronn bei Pforzheim

Im Waldgebiet westlich des Pforzheimer Stadtteils Sonnenberg befinden sich gleich zwei Sehenswürdigkeiten. Dies sind der Tornadostein und das Arboretum Büchenbronn.

Der Tornadostein erinnert an einen verheerenden Tornado, der am 10.07.1968 in einem Teil des Pforzheimer Walds große Schäden angerichtet hat. Die Inschrift auf dem Gedenkstein lautet:
"Am 10. Juli 1968 gegen 21.30 Uhr richtete ein Tornado, wie er in Europa äußerst selten ist, hier große Verwüstungen an. Die Verwüstungszone war rund 500 m breit, in Frankreich 60 km, in Deutschland 35 km lang. Den Rheintalgraben übersprang der Wirbelsturm. Die verwüstete Fläche wurde alsbald geräumt und wieder angepflanzt. Verwüstete Waldfläche: In Frankreich 260 Ha mit 20.000 m³ zerbrochenen Bäumen, in Deutschland 440 Ha mit 170.000 m³, davon in Pforzheimer Wäldern 172 Ha mit 63.000 m³." Der Gedenkstein wurde vom Schwarzwaldverein und vom Staatlichen Forstamt aufgestellt.

Das Arboretum Büchenbronn wurde im Jahr 1970 als Lehrwald im Staatswald angelegt und wird kontinuierlich ergänzt. Ein Arboretum ist eine Sammlung verschiedener Holzgewächse aus verschiedenen Kontinenten und aus Gegenden, in denen ein etwa vergleichbares Klima herrscht. Viele Einzelbäume sind mit Hinweisschildern versehen, auf denen der Name, die wissenschaftliche Bezeichnung und die jeweilige Heimat verzeichnet sind.     

Freitag, 20. Mai 2016

Die Kreuzlehütte nördlich von Kaltenbronn

In den ausgedehnten Wäldern der Hochfläche bei Kaltenbronn zwischen dem Murgtal im Westen und dem Enztal mit seinen Seitentälern im Osten befindet sich eine Waldlichtung. Auf der Waldlichtung steht die Kreuzlehütte.

Die 892 m ü NN hochgelegene Kreuzlehütte kann man als eigenständiges Ausflugsziel betrachten. Die Hütte ist nicht bewirtschaftet. Neben der Hütte befinden sich jedoch zahlreiche Sitzbänke und Tische sowie eine Feuerstelle. Bei der benachbarten Wegkreuzung steht eine Wandertafel der Stadt Gernsbach mit umfangreichen Infos. Der Westweg des Schwarzwaldvereins, der wohl bekannteste Fernwanderweg Deutschlands, führt direkt an der Kreuzlehütte vorbei.

Montag, 16. Mai 2016

Aussicht vom Spitzfelsen bei Hausach

Der Spitzfelsen ist ein Aussichtspunkt im Mittleren Schwarzwald nördlich des Kinzigtals bei Hausach. Der Spitzfelsen ist als Geotop ausgewiesen. Das den Felsen bildende Gestein ist Orthogneis. Insbesondere nach Osten fällt der Fels steil ab. Am Fuß des Felsens befindet sich eine Steinschuttdecke.

Der Spitzfelsen ist auch als flächenhaftes Naturdenkmal ausgewiesen. Es wurde bereits im Jahr 1963 verordnet. Auf dem Felsgipfel befindet sich ein Gipfelkreuz, wie man es sonst eher aus den Alpen kennt. Auch eine kleine Schutzhütte und eine Panoramatafel für die Aussicht sind beim Gipfel zu finden. Der Spitzfelsen ist auch ein Startplatz für Gleitschirmflieger. 

Vom Spitzfelsen hat man eine schöne Aussicht auf das mittlere Kinzigtal und auf den Mittleren Schwarzwald. Zum Teil ist die Aussicht etwas durch Bäume verdeckt.  

Donnerstag, 12. Mai 2016

Naturpark-Infostern im Wildpark Pforzheim

Die Stadt Pforzheim, die sich auch als Tor zum Schwarzwald bezeichnet, befindet sich am Nordrand des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord. Da lag es nahe, dass auch Pforzheim in seinem Stadtgebiet einen Naturpark-Infostern aufgestellt hat. Ein Naturpark-Infostern besteht aus drei beidseitig bedruckten Infotafeln, die sternförmig aufgestellt sind.

An der Oberseite der vier Pfosten, die die Infotafeln tragen, befindet sich jeweils ein Piktogramm, das die Standortgemeinden selbst auswählen können.

Der im Jahr 2014 aufgestellte Naturpark Infostern der Stadt Pforzheim befindet sich im Wildpark Pforzheim. Der Wildpark Pforzheim befindet sich am südöstlichen Ortsrand von Pforzheim im Waldgebiet Hagenschieß, einem der größten geschlossenen Waldgebiete in Baden-Württemberg. Die Kosten des Naturpark Infosterns beliefen sich auf 16.000 Euro. Davon hat der Naturpark 70 Prozent übernommen. Den Rest finanzierte die Stadt Pforzheim. 

Sonntag, 8. Mai 2016

Drei-Täler-Weg von Oberreichenbach im Nagoldtal nach Neuenbürg im Enztal

Der Drei-Täler-Weg von Pforzheim-Eutingen zum Neuenbürger Schloss wurde von den Naturfreunde-Ortsgruppen Pforzheim, Büchenbronn und Dillstein im Jahr 1980 eingerichtet. Der Weg hat ein eigenes Wegzeichen. Zudem ist der Weg in die Wanderwegbeschilderung des Schwarzwaldvereins einbezogen. Der Wegname ist auf den Wegweisern des Schwarzwaldvereins vorhanden.

Der Wegname leitet sich von den drei Tälern ab, die der Weg durchquert. Das sind das Enztal, das Würmtal und das Nagoldtal. Die Enz wird gleich beim Anfangspunkt des Wegs gequert. Das Würmtal wird in der Nähe der Burgruine Liebeneck gequert. Das Nagoldtal wird bei Unterreichenbach erreicht. Bei Neuenbürg erreicht der Weg zum zweiten Mal das Enztal, ohne jedoch die Enz noch einmal zu überqueren.  

Der 34 Kilometer lange Drei-Täler-Weg beginnt beim Haltepunkt Eutingen(Baden) der Bahnlinie Stuttgart-Pforzheim im Pforzheimer Stadtteil Eutingen. Der Endpunkt ist beim Neuenbürger Schloss. Von dort ist der Bahnhof Neuenbürg der Enztalbahn schnell zu erreichen. Man kann den Weg in drei Etappen einteilen. Die erste Etappe des Wegs führt von Pforzheim-Eutingen bis in die Nähe des Pforzheimer Seehauses (Wegweiserstandort Lettenbrunnen). Zum Seehaus fahren die Linienbusse des Stadtverkehrs Pforzheim.

Die zweite Etappe verläuft vom Lettenbrunnen bis nach Unterreichenbach im Nagoldtal. Dort befindet sich der Bahnhof Unterreichenbach der Nagoldtalbahn. Die dritte Etappe führt von Unterreichenbach bis zum Neuenbürger Schloss. Im Verlauf dieser Etappe wollen wir heute wandern. Sie ist ca. 13 Kilometer lang. Der zu bewältigende Höhenunterschied beträgt beachtliche 450 Meter im Anstieg und Abstieg.

Mittwoch, 4. Mai 2016

Burgruine Liebeneck über dem Würmtal bei Pforzheim-Würm

Die Burgruine Liebeneck befindet sich am rechten Hang des Würmtals auf einem Bergsporn zwischen Tiefenbronn und Pforzheim-Würm. Das vollständig bewaldete Würmtal gibt nur von wenigen Stellen aus einen Blick auf die Burgruine frei.

Die Burgruine Liebeneck liegt auch am Rand des großen Waldgebiets Hagenschieß, das sich nordöstlich des Würmtals erstreckt. Hier befinden sich die letzten Ausläufer des Schwarzwalds im Nordosten (Naturraum Schwarzwald-Randplatten). Das Gebiet um die Burgruine Liebeneck gehört zum Stadtkreis Pforzheim. Die Grenze zum benachbarten Enzkreis ist jedoch nicht weit entfernt.

Die Burgruine Liebeneck befindet sich am Rand des Bannwalds Zimmeracker. Mit einer Fläche von 114,2 Hektar gehört dieser Bannwald zu den größeren in Baden-Württemberg. Auf der Bergseite der Burgruine Liebeneck befinden sich Infotafeln zum Bannwald.

Die Burg Liebeneck wurde wahrscheinlich in der Stauferzeit erbaut. Der heute noch am besten erhaltene Teil der Burg ist der 29,5 Meter hohe und 9 Meter Seitenlänge aufweisende Bergfried. Seine Mauern sind 2,2 bzw. 3 Meter dick. Daneben sind noch hohe Mauern vorhanden, die den Burghof umschließen. Im talseitigen Umfeld der Burg befinden sich Reste eines doppelten, fünfeckigen Mauerrings, die ein Bodendenkmal darstellen. Eine Orientierungstafel bei der Burgruine sagt Näheres zur Geschichte der Burg.