Montag, 28. November 2016

Der Lindenplatz am Zusammenfluss von Enz und Nagold in Pforzheim

Der Lindenplatz in Pforzheim befindet sich am Zusammenfluss von Enz und Nagold. Der Platz bildet ein Dreieck. Zwei Seiten des Dreiecks werden von den beiden bekannten Schwarzwaldflüssen gebildet. Bei der dritten Seite befindet sich die Evangelische Stadtkirche.

Auf dem Lindenplatz wurde im Jahr 2016 eine Infostele aufgestellt. Die beiden Seiten der Stele informieren über den Lindenplatz vor dem Zweiten Weltkrieg sowie über den Lindenplatz in der Nachkriegszeit.

Als erste Jahreszahl wird auf der Infostele 1643 genannt. Der Lindenplatz diente früher als Festwiese. Von jeher war der Platz mit Linden bepflanzt. Auf dem Platz stand ein Armbrustschießhaus. Der Runde Turm der Stadtbefestigung begrenzte den Platz nach Westen.


Unter der Jahreszahl 1899 wird zunächst die Auer Brücke genannt, die den Lindenplatz im Osten begrenzt. Sie war im Mittelalter der wichtigste Flussübergang im Raum Pforzheim. Im Jahr 1899 wurde der neugotische Bau der evangelischen Stadtkirche, die den Lindenplatz im Westen begrenzt, eingeweiht.       

Unter der Jahreszahl 1910 werden die Flüsse Enz und Nagold thematisiert. Seit dem Jahr 1902 wurden diese Flüsse im Stadtgebiet von Pforzheim tiefer gelegt, um die Folgen der  häufigen Hochwasser zu mildern.

Auf der anderen Seite der Stele wird zunächst die Jahreszahl 1962 genannt. Die im Zweiten Weltkrieg bei einem Luftangriff am 23. Februar 1945 erheblich beschädigte evangelische Stadtkirche wurde von 1950 bis 1963 in mehreren Etappen gesprengt. 

Dann gibt es auf der Stele drei Artikel, jeweils unter der Jahreszahl 2016, die den Neubau der evangelischen Stadtkirche thematisieren. Der heutige Bau entstand von 1964 bis 1968. Der Kirchensaal und der Glockenturm mit Aussichtsplattform stehen separat. Der Kirchensaal besitzt eine künstlerisch hervorragende moderne Innenausstattung. Das Hauptportal der Kirche besitzt bronzene Türflügel.

Wie kommt man hin?
Beim Pforzheimer Hauptbahnhof überquert bzw. unterquert man die Luisenstraße (B 294). Dahinter folgt man der Straße "Schlossberg" abwärts. Geradeausgehend verlässt man die Straße Schlossberg bald darauf und erreicht über einen Fußgängerweg den Marktplatz. Südlich an den Marktplatz schließt sich der Platz des 23. Februar 1945 an. Schließlich erreicht man die Straße "Am Waisenhaus", die man mit Hilfe einer Fußgängerunterführung unterquert. Auf der südlichen Straßenseite geht man zwischen dem Stadttheater und dem CongressCentrum hindurch und erreicht das Ufer der Enz. Man überquert die Enz auf dem Nonnenmühlsteg und kommt auf der anderen Flussseite zum Lindenplatz.

Die Entfernung vom Hauptbahnhof bis zum Lindenplatz ist ca. 700 Meter.

Siehe auch: 
Goldstadt Uferweg in Pforzheim, Teil 1 bis Teil 3 in den Posts vom 09.05.2014, 11.05.2014 und 13.05.2014 in diesem Blog

Der Goldstadt Uferweg führt am Lindenplatz vorbei.

Blick vom Pforzheimer Lindenplatz in Richtung Auer Brücke: Rechts im Bild fließt die Nagold.
Infostele auf dem Lindenplatz in Pforzheim 
Auf dem Lindenplatz in Pforzheim mit Blick in Richtung Norden (Parkhotel Pforzheim): Zwischen Lindenplatz und Parkhotel fließt die Enz.
Auf dem Lindenplatz in Pforzheim mit Blick in Richtung Südsüdosten: Zwischen dem Lindenplatz und der Bebauung im Hintergrund fließt die Nagold.
Die evangelische Stadtkirche begrent den Pforzheimer Lindenplatz im Westen.

Blick von der Auer Brücke auf den Pforzheimer Lindenplatz
Blick vom Lindenplatz in Pforzheim auf die evangelische Stadtkirche
Kunstwerk bei der evangelischen Stadtkirche in Pforzheim
Hauptportal der evangelischen Stadtkirche in Pforzheim: Die Plastik stellt die biblische Geschichte vom Untergang der Städte Sodom und Gomorra dar. Dargestellt sind flüchtende Menschen aus einer brennenden Stadt. Der Türgriff wird von einer im Schock erstarrten Frau gebildet. Damit wird auch auf das Schicksal der Stadt Pforzheim im Zweiten Weltkrieg Bezug genommen. 
Außenwand des Kirchensaals der evangelischen Stadtkirche Pforzheim: Die rötlichen Steinquader stammen aus der Ruine des Vorgängerbaus.
Außenwand des Glockenturms der evangelischen Stadtkirche Pforzheim

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen