Mittwoch, 15. April 2015

Auf dem Jakobsweg von Alpirsbach nach Schiltach

Der Abschnitt des Jakobswegs durch das Kinzigtal von Alpirsbach nach Schiltach ist ein Teil des Jakobswegs von Rothenburg ob der Tauber über Rottenburg am Neckar bis nach Thann im Elsaß, einer der vier Hauptrouten der Jakobswege durch Baden-Württemberg.

Im Post vom 09.04.2015 in diesem Blog gibt es einige allgemeine Informationen über den Jakobsweg Rottenburg-Thann im Bereich der Querung des Schwarzwalds. Die dort gegebenen Anmerkungen zur Markierung der Jakobswege sollte man unbedingt lesen, bevor man sich auf die Wanderung begibt. Im heutigen Post wandern wir einen Abschnitt dieses Jakobswegs im Kinzigtal von Alpirsbach nach Schiltach.

Vom Bahnhof in Alpirsbach (Kinzigtalbahn Freudenstadt-Hausach) geht man zum Marktplatz in der Altstadt von Alpirsbach (Entfernung ca. 500 Meter). Dort stößt man auf die Markierungszeichen des Ostwegs des Schwarzwaldvereins sowie des Jakobswegs. 


Man wendet sich nun nach rechts, überquert die Bahnstrecke der Kinzigtalbahn sowie die Freudenstädter Straße und folgt geradeaus weiter der Marktstraße. Man überquert die Kinzig und biegt bald darauf nach rechts in den Gutleutweg ein. Der Weg führt aus dem Ort hinaus und etwas erhöht am linken Hang des Kinzigtals entlang. Bei der Einmündung Oberer Weg / An der Kinzig heißt es aufpassen. Hier zeigt das Wegzeichen des Jakobswegs nach rechts abwärts. Man verlässt nun den Ostweg des Schwarzwaldvereins und geht hinab zur Talsohle des Kinzigtals.

Man überquert die Kinzig und folgt dahinter nach links der Rötenbacher Straße (B294). Nach nur 100 Metern verlässt man die B 294 nach halbrechts und folgt der Straße Hinterer Weg. Bald biegt man nach rechts ab und überquert die Bahnstrecke. Dahinter folgt man am Hang der Bahnstrecke kinzigtalabwärts und steigt später durch Wald hinauf zum malerisch gelegenen Gehöft Reilinsberg. Dort verlief die Grenze zwischen dem Königreich Württemberg und dem Großherzogtum Baden.

Beim Gehöft biegt man nach links ab und steigt durch Wald wieder in Richtung Talsohle des Kinzigtals ab. Der Weg verläuft nun in Kurven oberhalb von zwei Tunnels der Kinzigtalbahn. Schließlich erreicht man den Ort Schenkenzell. Man kommt an der Pfarrkirche St. Ulrich und am Haltepunkt der Kinzigtalbahn vorbei. Am Ortsende biegt man von der B 294 halbrechts ab und folgt erneut der Bahnstrecke. Schließlich steigt man zum Bergsattel auf, der zum Umlaufberg mit der Burgruine Schenkenburg hinüberführt.

Die Burgruine Schenkenburg ist das Thema im folgenden Post in diesem Blog.

Vom Bergsattel bei der Burgruine geht es weiter am rechten Berghang des Kinzigtals entlang. Schließlich steigt man beim Ort Schiltach wieder zur Kinzig hinab und erreicht den Haltepunkt Schiltach Mitte. Bevor man von hier mit der Bahn zurückfährt, sollte man dem Jakobsweg noch wenige Meter nach links zur Altstadt von Schiltach mit dem Marktplatz folgen.

Die Weglänge der Wanderung auf dem Jakobsweg von Alpirsbach bis Schiltach ist ca. 9,2 Kilometer.  

Blick auf Alpirsbach mit der Klosterkirche
Die Kinzigtalbahn ist ein ständiger Begleiter des Jakobsweg-Abschnitts von Alpirsbach nach Schiltach. Im Bild ist ein Dieseltriebzug der Ortenau-S-Bahn.
Das Gehöft Reilingsberg liegt am rechten Hang des Kinzigtals etwas oberhalb der Talsohle. Hier ist der Punkt, wo der Jakobsweg zwischen Alpirsbach und Schiltach sich am weitesten von der Talsohle des Kinzigtals entfernt.
Mitten durch das Gehöft Reilinsberg verlief die Grenze zwischen dem Königreich Württemberg und dem Großherzogtum Baden. Diese Grenze ist heute noch vorhanden in Form der Grenze zwischen den Regierungsbezirken Karlsruhe und Freiburg, sowie zwischen den Landkreisen Freudenstadt und Rottweil, sowie zwischen den Gemeinden Alpirsbach und Schenkenzell.
Zwischen Alpirsbach und Schenkenzell befinden sich zwei kurze Tunnel im Verlauf der Kinzigtalbahn. Hier blickt man von oberhalb des Portals des 58 Meter langen Dais-Tunnels auf den 78 Meter langen Stock-Tunnel. 
Die Katholische Pfarrkirche St. Ulrich in Schenkenzell steht an erhöhter Stelle im Ort. Die Kirche wurde erst 1980 - 1983 vergrößert.
Blick auf die Burgruine Schenkenburg: Die Kinzigtalbahn unterfährt den Bergsporn, auf dem die Burgruine steht, im 100 Meter langen Schenkenberg-Tunnel.
Die leichtes Hochwasser führende Kinzig zwischen Schenkenzell und Schiltach
Rauhe Rampe in der Kinzig bei Schiltach
Der Marktplatz in Schiltach steht wie die gesamte Altstadt unter Denkmalschutz. Der an einem steilen Hang liegende Marktplatz wurde nach Plänen des württembergischen Renaissancebaumeisters Heinrich Schickardt angelegt.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen