Samstag, 16. August 2014

Eichbergturm bei Emmendingen - Deutschlands höchster Aussichtsturm

Der Eichbergturm bei Emmendingen gilt als der höchste Aussichtsturm Deutschlands. Der Eichbergturm gehört zu den jungen und modernen Aussichtstürmen des Schwarzwalds. Der Turm wurde am 17. September 2005 eingeweiht. Das Haupttragwerk des Turms wurde am 25. April 2002 errichtet.

Der Standort des Eichbergturms ist jedoch nicht sonderlich hoch. Der Eichberg mit einer Höhe von 369 m ü NN befindet sich am Rand des Schwarzwalds und am Rand der Oberrheinischen Tiefebene nordnordöstlich von Emmendingen im Naturraum Mittlerer Schwarzwald.  


Der Eichbergturm hat auch den Titel "Jubiläumsturm 50 Jahre Baden-Württemberg". Das Jubiläum bezieht sich jedoch nicht auf das Einweihungsdatum des Turms, sondern auf das Datum der Errichtung des Haupttragwerks (BW wurde am 25. April 1952 gegründet).

Eine Informationstafel auf dem Eichberg am Fuß des Aussichtsturms gibt Auskunft über den Turm. Die Aussichtskanzel des Turms befindet sich demnach in einer Höhe von 43,20 Meter über Grund bzw. auf 411,93 m ü NN. Die Höhe des Turms ist 53,20 Meter. Der Turm befindet sich zudem ungefähr im Mittelpunkt des Landkreises Emmendingen.

Der Bau wurde von engagierten Bürgern von Emmendingen vorangetrieben. Auf einer eigenen Website www.eichbergturm.de gibt es weitere Informationen zum Turm. Zum Titel "Höchster Aussichtsturm Deutschlands" wäre noch anzumerken, dass es seit der Übernahme von Türmen auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen durch den Schwäbischen Albverein dort einen Aussichtsturm gibt, dessen Aussichtsplattform fast so hoch ist wie diejenige des Eichbergturms. Es handelt sich hierbei um den Aussichtsturm Hursch. Er befindet sich auf einer Höhe von 853 m ü NN. Seine Aussichtsplattform ist in einer Höhe von 42 Meter über Grund. Einen Artikel zum Aussichtsturm Hursch gibt es auf dem Schwesterblog "Die Schwäbische Alb und ihre Natur".

Die Besteigung des Eichbergturms ist nur etwas für Schwindelfreie. Bei Wind schwankt der Turm ein klein wenig. Der Turm ist - außer an Silvester - stets geöffnet. Die Aussicht vom Turm ist großartig. Man sieht die Freiburger Bucht mit ihrer Bergumrahmung (Kandel, Feldberg, Schauinsland, Belchen, Blauen), die Oberrheinische Tiefebene, den Kaiserstuhl und die Vogesen.

Wie kommt man hin?
Vom Bahnhof Emmendingen ist der Eichbergturm in 2,5 Kilometern zu erreichen. Die ausgeschilderte Route (Zeichen blaue Raute) führt durch den Stadtgarten und am Nordwestrand des Friedhofs vorbei. Der Eichbergturm befindet sich zudem im Verlauf des Breisgauer Weinwegs, eines Weitwanderwegs vom Kinzigtal bis nach Freiburg.

Mit dem Auto kann man relativ nahe an den Eichbergturm heranfahren. Von Emmendingen fährt man zunächst auf der K 5138 in Richtung Maleck. Dann biegt man nach links auf die K 5100 ab. Wenige hundert Meter östlich des Eichberggipfels befindet sich ein Parkplatz.        

Hier gibt es eine Übersicht aller Aussichtstürme des Schwarzwalds.
Eine Wendeltreppe führt hinauf zur auf einer Höhe von 43,20 Meter über Grund gelegenen Aussichtsplattform des Eichbergturms.
Sechs Douglasienstämme geben der Wendeltreppe und der Aussichtsplattform Halt.
Panoramatafeln informieren über die vom Eichbergturm aus sichtbaren Berge.
Blick vom Eichbergturm in Richtung Südosten: Am Horizont dominiert der Kandel, 1.242 m ü NN, der höchste Berg des Mittleren Schwarzwalds. Vor dem Kandel erstreckt sich das Elztal.
Blick vom Eichbergturm in Richtung Südsüdosten: Über die Freiburger Bucht hinweg blickt man auf den Feldberg, den höchsten Berg des Schwarzwalds (links), den Schauinsland (Mitte) und den Belchen (rechts).
Blick vom Eichbergturm in Richtung Westsüdwesten: Im Mittelgrund erhebt sich der Kaiserstuhl mit seinem höchsten Punkt, dem Totenkopf (links der Bildmitte). Am Horizont erstrecken sich die Südvogesen.
Blick vom Eichbergturm in Richtung Nordwesten über die Oberrheinische Tiefebene hinweg auf die Vogesen
Blick vom Eichbergturm in Richtung Nordwesten auf das Gebiet des Mittleren Schwarzwalds zwischen dem Elztal und dem Kinzigtal: Dessen höchster Gipfel ist der Hünersedel (links der Bildmitte).
Blick vom Eichbergturm mit Zoom auf das Feldbergmassiv: Die Bergkette im Mittelgrund verläuft von Freiburg (rechts außerhalb des Bilds) nach St. Peter. Man sieht hier rechts der Bildmitte den Roßkopf, den zweiten Hausberg von Freiburg. Rechts über dem Roßkopf ist in der Bergkette im Hintergrund der Schauinsland, links im Bild ist der Feldberg.

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