Montag, 18. Juni 2012

Renchtalsteig von Zuflucht bis Schliffkopf (Teil 1)


Der als Qualitätsweg Wanderbares Deutschland zertifizierte Renchtalsteig führt in fünf Tagesetappen rund um das Renchtal im Nordschwarzwald. Zwischen der Zuflucht und dem Schliffkopf erreicht der Renchtalsteig seine höchsten Wegabschnitte. Hier verläuft der Renchtalsteig zusammen mit dem Westweg, dem berühmtesten Fernwanderweg des Schwarzwaldvereins. Ist man zur richtigen Tages- und Jahreszeit von der Zuflucht zum Schliffkopf unterwegs, begegent man mehr oder weniger vielen Westweg-Fernwanderern.

Im Post vom 20.12.2011 war bereits einmal ein Abschnitt des Renchtalsteigs das Thema, der Abschnitt von der Alexanderschanze bis zur Zuflucht. Somit sind der heutige und der folgende Post die Fortsetzung des Posts vom 20.12.2011.

Der Wegabschnitt des Renchtalsteigs von der Zuflucht bis zum Schliffkopf zeichnet sich durch große landschaftliche Schönheit aus. Teilwese führt der Weg immer wieder auf dem Hauptkamm des Nordschwarzwalds mit seinen Grindenflächen (durch jahrhundertelange Beweidung entstandene baumlose Heideflächen) entlang. Teilweise verläuft der Weg auch auf der Westseite des Hauptkamms mit großartigen Blicken nach Westen auf die Abdachung des Schwarzwalds zur Oberrheinischen Tiefebene hin.

Seit dem 01.01.2014 verläuft ein Teil der Wegstrecke im Nationalpark Schwarzwald. 


Wie kommt man hin?
Die Zuflucht befindet sich nur wenige hundert Meter von der Schwarzwaldhochstraße B 500 entfernt zwischen der Alexanderschanze und dem Schliffkopf. Die L 402 (Oppenauer Steige), die Verbindung von Oppenau im Renchtal hinauf zur Schwarzwaldhochstraße, führt an der Zuflucht vorbei. Bei der Zuflucht gibt es einen großen Parkplatz. Der Renchtalsteig sowie der Westweg verlaufen direkt am Parkplatz vorbei.

Bei der Zuflucht befindet sich auch eine Bushaltestelle. Die Busse halten dort jedoch nur wenige Male pro Tag, so dass eine Fahrplankonsultation vor der Tour erforderlich ist. Auch beim Ziel der Tour, dem Schliffkopf, befindet sich eine Bushaltestelle. Von dort fahren die Busse wenige Male am Tag zur Zuflucht zurück.

Im Gebiet unterwegs
Die Wegstrecke des Renchtalsteigs von der Zuflucht bis zum Schliffkopf ist ca. 7,5 Kilometer lang. Es gibt im Wegverlauf immer wieder leichte An- und Abstiege. Zunächst geht es über Grindenflächen zur Röschenschanze. Von dort erfolgt ein steilerer Abstieg zur Schwarzen Lache, einer Hochfläche. Darauf wechselt der Renchtalsteig auf die Westseite des Hauptkamms und führt aussichtsreich bis kurz vor den Schliffkopf. Auf dem Kamm und über die Grindenflächen geht es vollends zum Gipfel des Schliffkopfs hinauf. Die Bushaltestelle befindet sich beim Schliffkopfhotel an der Schwarzwaldhochstraße auf der Ostseite des Schliffkopfs. Wenn man nicht mit dem Bus zurückfahren kann oder will, kann man auf der Ostseite der Schwarzwaldhochstraße auf Wanderwegen des Schwarzwaldvereins (gelbe Raute) zur Zuflucht zurückgehen.          

Hier gibt es eine Übersicht über alle Besuchereinrichtungen des Nationalparks Schwarzwald.

Hier gibt es eine Übersicht über den Renchtalsteig, von der aus alle Artikel in diesem Blog zum Renchtalsteig verlinkt sind.

Zwischen der Zuflucht und dem Schliffkopf verläuft der Renchtalsteig (Wegzeichen unten) zusammen mit dem berühmten Westweg (Wegzeichen oben).
Gleich bei der Zuflucht verläuft der Renchtalsteig über den sogenannten Grindenschwarzwald. Mit Grinden bezeichnet man kahle Flächen im Hauptbergkamm des Nordschwarzwalds, die durch die jahrhundertelange Beweidung mit Schafen und Kühen entstanden sind.
Bei der Röschenschanze: die Wälle der großflächigen Schanzenanlage sind noch deutlich zu sehen. Eine Informationstafel erklärt die geschichtlichen Hintergründe. Der Bau der Schanze begann im Jahr 1794. Die Schanze sollte zur Absicherung der Westgrenze Württembergs dienen. Bereits im Jahr 1796 wurde die Schanze jedoch von den Truppen Napoleons eingenommen. Innerhalb der Schanze hat sich inzwischen auf teilweise feuchten Flächen ein Biotop entwickelt.
Im Grindenschwarzwald bei der sogenannten Schwarzen Lache: Birken siedelten sich hier als Pionierbaumarten an.
Frühsommerblüte auf den geschützten Grindenflächen bei der Schwarzen Lache
 

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