Dienstag, 27. Dezember 2011

Naturschutzgebiet "Blindsee bei Hundsbach"


Der Blindsee ist kein See, sondern ein Moor. Aber möglicherweise ist der Name Blindsee doch passend. Er ist wohl so gemeint, dass es sich hier um ein Seenauge handelt, das blind, also nicht mehr vorhanden ist. 

Nach dem Ende der letzten Eiszeit und dem Rückzug der vor allem auf den Hochplateaus des Schwarzwalds sowie an den Nord- und Osthängen vorhanden gewesenen Gletscher blieben im Schwarzwald zahlreiche Kare zurück, deren abflusslose Bodenmulden sich mit Wasser füllten. Ca. zehn dieser Karseen sind heute noch erhalten. Viele der ehemaligen Karseen sind heute vollständig verlandet und bewaldet. Beim Blindsee liegt ein Zwischenstadium vor. Der See ist bereits verschwunden, das entstandene Moor ist jedoch noch offen und weitgehend ohne Bewaldung. Damit stellt das Naturschutzgebiet Blindsee eine Besonderheit dar. 

Dienstag, 20. Dezember 2011

Renchtalsteig von Alexanderschanze bis Zuflucht


Der Renchtalsteig ist ein im Jahr 2010 eingerichteter Wanderweg, der in fünf Tagesetappen rund um das Renchtal führt. Der Wanderweg ist insgesamt 98,1 Kilometer lang, die Tagesetappen schwanken zwischen 16,5 und 23,6 Kilometer.

Nun ist es bei weitem nicht jedermanns Sache, eine mehrtägige Wanderung zu unternehmen. Auch Weglängen um die 20 Kilometer will man nicht an jedem Tag unter die Füße nehmen. Gefragt sind in der Regel Wanderungen von 10 bis 15 Kilometern Länge, bei denen man idealerweise wieder zum Ausgangspunkt zurückkommt bzw. bei denen es vom Ziel eine zuverlässigen Rückfahrmöglichkeit gibt.

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Großer Volzemer Stein bei Dobel


Zwei Kilometer östlich des Höhenkurortes Dobel befindet sich mitten im Wald eine Felsengruppe, der Große Volzemer Stein. Geht man durch das ebene bis leicht geneigte Waldgebiet, deutet nichts darauf hin, dass man hier auf eine größere Felsengruppe stößt. Umso überraschender ist es dann, wenn die Felsen neben dem Weg plötzlich auftauchen.

Zwischen Dobel und dem Großen Volzemer Stein verläuft die Kreisgrenze zwischen dem Landkreis Calw und dem Enzkreis. Dobel befindet sich im Landkreis Calw, der Große Volzemer Stein liegt jedoch bereits im Gebiet des Enzkreises.

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Freudenstadt: Kreuzungspunkt von Wanderwegen


Freudenstadt sagt gerne von sich, dass es die heimliche Hauptstadt des Schwarzwalds ist. Wenn dies zutrifft, müsste Freudenstadt auch ein Zentrum der Wanderwege sein. Und tatsächlich, in Freudenstadt treffen sich drei Fernwanderwege und ein regionaler Wanderweg des Schwarzwaldvereins. Dazu kommen zahlreiche lokale Wanderwege.

Auf dem Marktplatz von Freudenstadt, dem größten Marktplatz Deutschlands, kreuzen sich die Fernwanderwege Mittelweg, Ostweg und Gäurandweg sowie der regionale Wanderweg Glatttal-Höhenweg.

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Premiumweg "Murgleiter" verlängert und neu zertifiziert

Der Wanderweg Murgleiter verlief bisher zwischen Gernsbach und Baiersbronn im Murgtal in drei Tagesetappen. Kurz nach seiner Einrichtung wurde der Wanderweg im Jahr 2008 vom Deutschen Wanderinstitut e.V. mit dem Label Premiumweg ausgezeichnet. Im Jahr 2011 wurde die Murgleiter um zwei weitere Tagesetappen verlängert und erneut als Premiumweg zertifiziert.

Mittwoch, 23. November 2011

Welchen Wert haben die Schutzgebiete um den Schurmsee?


In den letzten beiden Posts ging es um den Schurmsee, einen Karsee im Nordschwarzwald. Leider ist im Schwarzwald nicht alles so postkartenschön, wie es auf den Bildern in den letzten beiden Posts aussehen mag. 

Unmittelbar östlich des Schurmsees wurde in den letzten Jahren der Berghang von neuen Forststraßen durchfurcht. Der Anblick ist nicht gerade vergüngungssteuerpflichtig.

Samstag, 19. November 2011

Aussicht von der Schurmseehöhe auf den Schurmsee


Im vorangegangenen Post in diesem Blog ging es um den Schurmsee, einer der gar nicht mal so vielen Karseen des Schwarzwalds. Nicht nur das dunkle, geheimnisvolle Auge des Sees ist sehenswert, sondern auch seine Umgebung. Der Schurmsee liegt in einem eiszeitlichen Kar. Mit einer Höhe von 150 Metern und einer Breite von 300 Metern ist die Karwand auf der Nordostseite des Schurmsees sogar die größte Karwand des Nordschwarzwalds.

Am oberen Ende der Karwand befindet sich eine kleine Hochfläche im Verlauf des langen Berggrats, der von der Hornisgrinde nach Osten bis zum Murgtal zieht. Der der Karwand nächstgelegene Gipfelpunkt heißt Vordere Langeck. Vom Rand der Hochfläche hat man von zwei Punkten aus einen schönen Blick hinab auf den Schurmsee. Einer der beiden Punkte heißt Schurmseehöhe, 960 m ü NN.

Mittwoch, 16. November 2011

Schurmsee - ein Karsee über dem Murgtal


Der Schurmsee ist einer von ca. 10 Karseen im Schwarzwald. Die Mehrzahl der Karseen befindet sich im Nordschwarzwald. Dort wiederum sind fast alle Karseen in den Seitentälern des Murgtals zu finden. Wie für alle Karseen typisch, liegt der Schurmsee östlich am Fuß einer Steilwand, der sogenannten Karwand.

Der Schurmsee ist während der letzten Eiszeit entstanden. Vor allem die Ost- und Nordhänge des Schwarzwalds waren damals vergletschert. Die Gletscher schürften eine Vertiefung aus, die nach dem Abschmelzen des Eises mit Wasser gefüllt wurde. Nach dem Ende der Eiszeit setzte jedoch bereits die Verlandung der Seen ein. Die Verlandung ist bei den einzelnen Karseen des Schwarzwalds unterschiedlich weit fortgeschritten.

Donnerstag, 10. November 2011

Polemiken gegen Nationalpark Nordschwarzwald


Wenn man in diesen Tagen in einigen Gebieten im Nordschwarzwald (z.B. in Baiersbronn) unterwegs ist, reibt man sich verwundert die Augen. Am Heck nicht weniger Autos sieht man Aufkleber in grüner Farbe mit dem Schriftzug Nationalpark und einem roten diagonalen Balken. Auf einigen Wiesen sind Transparente mit demselben Inhalt aufgespannt. 

Nach einer ersten Verwunderung steigt jedoch Wut auf. Da versuchen tatsächlich bestimmte Interessengruppen, die Bürgerbewegung gegen Stuttgart 21 zu kopieren, indem sie deren Aufkleber jetzt in Sachen Nationalpark nachahmen. Aber ist die Bewegung gegen den Nationalpark Nordschwarzwald wirklich eine Bürgerbewegung? Oder stecken dahinter nicht die wirtschaftlichen Interessen einiger weniger?

Montag, 7. November 2011

Aussicht vom Hochfirstturm bei Titisee-Neustadt


Der 1.190 Meter ü NN hohe Hochfirstgipfel ist der höchste Punkt im Südschwarzwald östlich von Schluchsee und Titisee. Vom vollständig bewaldeten Gipfel aus hätte man jedoch keine Aussicht, wenn es den Hochfirstturm nicht gäbe.

Der im Jahr 1890 erbaute und 25 Meter hohe Hochfirstturm steht unter Denkmalschutz. Dieser Turm verfügt über eine Eisengitterkonstruktion mit ummantelter doppelter Wendeltreppe. Über 123 Stufen kommt man zur Aussichtsplattform. Höhepunkte der Aussicht sind der Tiefblick auf den Titisee, den größten natürlichen See des Schwarzwalds, sowie auf den Feldberg, den höchsten Berg des Schwarzwalds. Bei klarem Wetter sieht man zudem im Süden die 
Alpenkette.

Dienstag, 1. November 2011

Ministerpräsident Kretschmann zum Nationalpark Nordschwarzwald

In einem Video-Podcast vom 18.10.2011, das auf der Internetseite der Landesregierung Baden-Württemberg abrufbar ist, hat sich jetzt der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann klar für die Schaffung eines Nationalparks Nordschwarzwald ausgesprochen.

Sonntag, 30. Oktober 2011

Vogesenblick am Regeleskopf bei Oberharmersbach


Der Vogesenblick am Regeleskopf im mittleren Schwarzwald zwischen dem Harmersbachtal im Westen und dem Wolftal im Osten gehört zu den Aussichtspunkten, die wohl in einigen Jahren wieder zuwachsen werden. Denn möglich ist die Sicht vom vollständig bewaldeten Regeleskopf nur deshalb geworden, weil ein großer Bereich am Südwesthang des Gipfels abgeholzt worden ist.

Vielleicht wird man später einen Teil des Ausblicks durch Freischneiden erhalten. In diesem und in den kommenden Jahren wird man in jedem Fall die Aussicht genießen können. Und trotz des Namens sind nicht die Vogesen der Höhepunkt der Aussicht, sondern die Umgebung des Mittleren Schwarzwalds. Der Aussichtspunkt Vogesenblick erhält seine Bedeutung auch dadurch, dass der weiter südlich gelegene, höhere und viel bekanntere Brandenkopf vollständig bewaldet ist. Die Aussicht vom Brandenkopf kann man nur von einem Aussichtsturm aus genießen. Vielen Menschen gefällt es dagegen besser, auf dem Boden oder auf einer Bank zu sitzen und in die Umgebung sehen zu können.

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Sommerbergbahn bei Bad Wildbad wieder in Betrieb

Nach einer exakt zehnmonatigen Betriebsunterbrechung ist die Sommerbergbahn bei Bad Wildbad seit dem 30. September 2011 wieder in Betrieb. Mit Kosten von 6,5 Millionen Euro wurde die Bahn von Anfang Dezember 2010 bis September 2011 fast vollständig erneuert. Nun ist die Bahn auch sicherheitstechnisch wieder auf dem neuesten Stand.

Montag, 10. Oktober 2011

Naturschutzgebiet "Utzenfluh" beträchtlich vergrößert

Das Regierungspräsidium Freiburg hat am 11. 09. 2011 das im Südschwarzwald im Wiesental gelegene Naturschutzgebiet Utzenfluh von 84 Hektar auf 272 Hektar vergrößert. 

Das Naturschutzgebiet Utzenfluh befindet sich unmittelbar nördlich der Gemeinde Utzenfeld. Utzenfeld liegt im Wiesental zwischen den Städten Todtnau und Schönau im Schwarzwald. Die Utzenfluh umfasst ein für den Schwarzwald einmaliges Felsgebiet sowie montane Grünlandkomplexe. 

Freitag, 7. Oktober 2011

Steilstrecke der Murgtalbahn bei Freudenstadt


Mit einer Steigung bis zu 50 Promille fährt die Murgtalbahn bei Freudenstadt. Diese Bahnstrecke ist damit die zweitsteilste Bahnstrecke des Schwarzwalds, nach der Höllentalbahn.

Der ganze Steigungsaufwand ist erforderlich, um den Bahnhof Freudenstadt Stadt anfahren zu können. Die Innenstadt von Freudenstadt mit dem größten Marktplatz Deutschlands liegt auf einem Bergsattel zwischen dem Murgtal im Westen und dem Flusssystem der Glatt im Südosten. Der Hauptbahnhof von Freudenstadt befindet sich südöstlich unterhalb der Innenstadt bereits im Einzugsgebiet der Glatt. Und der Bahnhof Baiersbronn befindet sich im Nordwesten im Murgtal, ebenfalls wesentlich tiefer als die Innenstadt von Freudenstadt. Mit einem kurzen Tunnel zwischen dem Hauptbahnhof von Freudenstadt und dem Murgtal hätte man sich die starke Steigung ersparen können. Dann aber hätte die Innenstadt von Freudenstadt ihren Bahnanschluss (Bahnhof Freudenstadt Stadt) verloren.

Montag, 3. Oktober 2011

Durch die Rötenbachschlucht


Am Ostrand des Südschwarzwalds befindet sich die Wutachschlucht. Eine von mehreren Seitenschluchten der Wutachschlucht ist die Rötenbachschlucht. Wenn von der Wutachschlucht die Rede ist, dann stets in Superlativen. Die größte Schlucht Baden-Württembergs, ja ganz Deutschlands, der Grand Canyon Baden-Württembergs, eines der bedeutendsten und ältesten Naturschutzgebiete Deutschlands: das sind nur einige der Attribute, die dieses Schluchtensystem erhalten hat.

Das besondere an der Wutachschlucht und ihren Seitenschluchten ist ihr junges Alter. Kaum 10.000 Jahre ist das Schluchtensystem alt und deshalb ist dort alles noch in stetiger Veränderung begriffen. Entstanden ist die Schlucht durch eine dramatische Flussumlenkung am Ende der letzten Eiszeit. Im Verlauf der Wutachschlucht werden fast alle der in Baden-Württemberg vorkommenden Gesteine angeschnitten. Nur der westliche Teil der Schlucht, dort wo das Grundgebirge mit Gneis und Granit sowie der Buntsandstein angeschnitten werden, gehört zum Schwarzwald. Zum Schwarzwald gehört auch die Rötenbachschlucht. Sie verläuft auf ganzer Länge durch den Buntsandstein.

Montag, 26. September 2011

Ruine der hinteren Burg beim Schloss Neuenbürg


Neuenbürg befindet sich im Enztal zwischen Pforzheim und Bad Wildbad. Bei Neuenbürg beschreibt die Enz eine markante Flussschleife. In dieser Schleife befindet sich ein Umlaufberg. Und auf dem Gipfel dieses Umlaufbergs steht das Schloss Neuenbürg.

Das Schloss Neuenbürg ist eine relativ ausgedehnte Anlage. Es gibt das Vordere Schloss, den Schlossgarten und das Hintere Schloss (oder auch Hintere Burg), heute eine Ruine. Das Vordere Schloss zeigt sich dagegen vollständig erhalten und renoviert. In diesem Post geht es nur um die Hintere Burg. Ist man jedoch schon einmal auf dem Gipfel des Schlossbergs, bietet sich auch eine Besichtigung des Vorderen Schlosses an.

Ca. 1320 erwarben die Grafen von Württemberg die Burg Neuenbürg. Jedoch ist nicht nachgewiesen, ob die heutige Burgruine der Hinteren Burg von den Grafen von Württemberg erbaut wurde oder ob sie schon vorher bestand. Eine Residenz ist das Schloss Neuenbürg trotz umfangreicher Ausbauten nie geworden. Es musste sich mit einer Funktion als Beamtensitz begnügen.

Freitag, 16. September 2011

Schluchtensteig im Südschwarzwald ist Wanderweg des Jahres 2011


Das Deutsche Wandermagazin, die größte deutsche Zeitschrift zum Thema Wandern, hat den Schluchtensteig im Südschwarzwald zum Wanderweg des Jahres 2011 in der Kategorie Routen (Weitwanderwege) gewählt. Dies ist das erste Mal, dass ein Wanderweg aus dem Schwarzwald diese Auszeichnung erhalten hat. Der Schluchtensteig verfügt bereits über eine andere Auszeichnung. Dieser Weg ist vom Deutschen Wanderverband als Qualitätsweg Wanderbares Deutschland prämiert worden.

Das Deutsche Wandermagazin veranstaltet jährlich die Wahl des schönsten Wanderwegs in Deutschland. Hierbei wird unterschieden zwischen den Routen (Weitwanderwege, Wege mit mehreren Tagesetappen) und den Touren (Tageswanderungen). Es werden jeweils die Plätze eins bis drei vergeben. In einem ersten Schritt werden von den Lesern des Wandermagazins Wanderwege nominiert. Im Jahr 2011 wurden in der Kategorie Routen 21 Wege nominiert. Anschließend entscheidet eine Jury des Wandermagazins nach einer gründlichen Prüfung der eingereichten Vorschläge über die drei besten Wege in den beiden Kategorien.


Der Schluchtensteig führt auf einer Länge von 118 Kilometern und in sechs Tagesetappen durch den Südschwarzwald. Hierbei verläuft er durch so bekannte Naturschönheiten wie die Wutachflühen, die Wutachschlucht und die Wehraschlucht.

Hier gibt es eine Übersicht über den Schluchtensteig. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit dem Schluchtensteig befassen, verlinkt.

 

Dienstag, 6. September 2011

Premiumweg "Genießerpfad zum Panoramastüble" bei Baiersbronn, Teil 3


Im vorangegangenen Post in diesem Blog sind wir auf dem ersten Teil des neuen Premiumwegs "Genießerpfad zum Panoramastüble" gewandert. Dieser Wegteil ging vom Haltepunkt Schwarzenberg der Murgtalbahn über den östlichen Berghang des Murgtals bis zum Panoramastüble. Nach einer Rast bei dieser Gaststätte in schöner Aussichtslage geht es nun auf den zweiten Teil des Rundwanderwegs.

Vom Panoramastüble führt der Weg noch einmal am östlichen (rechten) Hang des Murgtals aufwärts. Nach einiger Zeit führt ein Pfad in ein Waldstück oberhalb des Orts Schönmünzach. In diesem Wald stehen auffallend viele abgestorbene Bäume. Mitten in diesem Waldstück befindet sich der Verlobungsfels.

Montag, 5. September 2011

Premiumweg "Genießerpfad zum Panoramastüble" bei Baiersbronn, Teil 2


Im vorangegangenen Post in diesem Blog gab es einige allgemeine Anmerkungen zum neuen, vom Deutschen Wanderinstitut e.V. mit dem Label Premiumweg zertifizierten "Genießerpfad zum Panoramastüble" bei Baiersbronn-Schwarzenberg. In diesem und im folgenden Post wollen wir nun diesen Rundweg erwandern. Startpunkt ist der Haltepunkt Schwarzenberg der Murgtalbahn. Die hier gewählte Gehrichtung beim Rundweg ist entgegen dem Uhrzeigersinn. Zunächst geht es am östlichen Berghang des Murgtals aufwärts.

Vom Bahnsteig des Haltepunkts Schwarzenberg aus überquert man die Kirchstraße (nicht das Gleis überqueren!) und folgt dem Bahnkörper auf einem asphaltierten Weg murgtalaufwärts. In einer Kehre steigt der Weg bald darauf an. Die Bahn verschwindet hier in einem Tunnel. Über dem Tunnel biegt man nach links ab und geht ein bewaldetes Seitental des Murgtals aufwärts. Auf einem steilen Pfad erreicht man den Waldrand und hat schöne Blicke auf das an einem Hang östlich über der Murg gelegene Schwarzenberg.

Freitag, 2. September 2011

Premiumweg "Genießerpfad zum Panoramastüble" bei Baiersbronn, Teil 1


Im Post vom 09.07.2011 in diesem Blog war ja bereits die Rede davon: Baiersbronn hat unter dem Titel "Genießerpfade" vier neue Wanderwege eingerichtet. Diese neuen Wege wurden im Mai 2011 vom Deutschen Wanderinstitut e.V. mit dem Label Premiumweg zertifiziert. Alle vier Wege sind als Rundweg angelegt und führen unter anderem zu mindestens einer bewirtschafteten Hütte in Aussichtslage.

Jetzt wollen wir einen dieser Genießerpfade ausprobieren, den Genießerpfad zum Panoramastüble. Der Genießerpfad zum Panoramastüble startet im Baiersbronner Ortsteil Schwarzenberg direkt an der Haltestelle Schwarzenberg der Murgtalbahn. Der Weg ist 10,4 Kilometer lang. Im Rahmen der Zertifizierung hat der Weg vom Deutschen Wanderinstitut e.V. eine Erlebnispunktzahl von 57 Punkten erhalten. 

Mittwoch, 24. August 2011

Der Moosturm auf der Hochfläche Moos bei Oberkirch


Der im Jahr 1890 erbaute Moosturm gehört zu den ältesten Aussichtstürmen des Schwarzwaldvereins. 

Der aus Buntsandsteinquadern erbaute Turm steht auf dem Mooskopf, 871 m ü NN, der zweithöchsten Erhebung der großen, Moos genannten Hochfläche im Mittleren Schwarzwald zwischen dem Renchtal im Norden und Osten, dem Kinzigtal im Südwesten und dem Nordrachtal im Südosten.

Das Besondere am Moosturm ist, dass dieser Turm erst seit dem Jahr 1999 wieder seiner Bestimmung gerecht wird. Denn bis zum Zweiten Weihnachtsfeiertag 1999 war die Sicht vom Moosturm durch den dichten und hohen Baumbewuchs nur noch sehr eingeschränkt vorhanden. Dann kam der Jahrhundertorkan Lothar und hat weite Gipfelflächen der Moos kahlgefegt. Auch im Gebiet rund um den Moosturm blieb kein Baum stehen. Der Turm selbst hielt dem Orkan jedoch stand. Zwar wachsen inzwischen überall wieder Bäume nach. Bis diese Bäume jedoch die Höhe der Aussichtsplattform des Moosturms erreicht haben, werden noch einige Jahrzehnte vergehen. Und der Wald wird anders aussehen als die frühere Fichten-Monokultur. Der nachwachsende Wald ist natürlicher und artenreicher und wird Stürmen zukünftig besser standhalten. 

Samstag, 20. August 2011

Gernsbacher Sagenweg ist neuer Premiumweg im Schwarzwald

Das Deutsche Wanderinstitut e.V. hat im Juli 2011 den Gernsbacher Sagenweg mit dem Titel Premiumweg zertifiziert. Der 5,3 Kilometer lange Rundweg erhielt 62 Erlebnispunkte. Die Zertifizierung ist bis Juli 2014 gültig.

Die Markierung des Gernsbacher Sagenwegs ist ein stilisiertes Teufelchen mit dem Namenszusatz des Wegs. Im Verlauf des Wegs befinden sich 8 Stationen, an denen Sagen und Geschichten aus der Gernsbacher Region erzählt werden. Der Weg führt auf der westlichen, der orographisch linken Talseite der Murg steil nach oben. Ausgangspunkt ist die Klingelkapelle. Sie befindet sich am linken Murgufer zwischen Gernsbach und dem südlich anschließenden Obertsrot.

Nähere Informationen gibt es auf der Internetseite der Stadt Gernsbach: www.gernsbach.de

Im Schwarzwald gibt es nun bereits 13 zertifizierte Premiumwege, in ganz Baden-Württemberg 20.

Donnerstag, 18. August 2011

Huberfelsen bei Elzach


Im Mittleren Schwarzwald erhebt sich auf dem Höhenzug zwischen dem Gutachtal im Osten und dem Elztal im Westen ein markanter kegelstumpfförmiger Felsen, der Huberfelsen. Eine Tafel am Fuß des Felsens gibt Auskunft über den Felsnamen. Benannt ist der Felsen nach Obervogt Huber, geboren in Nendingen a.D. 1758, gestorben in Triberg am 16. März 1816.

Der ca. acht Meter hohe Huberfelsen besteht aus Triberger Granit. Über Stufen kann man auf die Spitze des Felsens klettern. Ein Eisengeländer umgibt den Gipfelbereich. Vom Gipfel hat man einen schönen Blick auf das obere Elztal und auf das sich in alle Himmelsrichtungen erstreckende Wäldermeer des Mittleren Schwarzwalds.

Montag, 15. August 2011

Veranstaltungen zum Tag des Geotops im Schwarzwald

Seit vielen Jahren findet jedes Jahr in Deutschland der Tag des offenen Denkmals statt. Das haben sich anscheinend die Geologen zum Vorbild genommen. Nun gibt es jährlich auch einen bundesweiten Tag des Geotops. Diese Veranstaltung wird von der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften zusammen mit der Akademie der Geowissenschaften zu Hannover und der Paläontologischen Gesellschaft organisiert.

Der diesjährige Tag des Geotops findet am Sonntag, den 18. September statt. Auf der Internetseite des baden-württembergischen Landesamts für Geologie, Rohstoffe und Bergbau sind die für den 18. September geplanten Veranstaltungen aufgelistet. Für das Gebiet des Schwarzwalds werden zur Zeit zwei Veranstaltungen genannt:

Mittwoch, 10. August 2011

Brigachquelle bei Sankt Georgen


Die Donau, einer der längsten Flüsse Europas, entsteht in der Nähe von Donaueschingen beim Zusammenfluss der Quellflüsse Brigach und Breg. Das Einzugsgebiet der beiden Quellflüsse nennt man auch den danubischen Schwarzwald. In diesem Teil des Schwarzwalds sind die Geländeformen sanfter und gleichmäßiger als in dem zum Rhein hin entwässernden Teil des Schwarzwalds (rhenanischer Schwarzwald).

Die Brigach ist der nördliche der beiden Quellflüsse der Donau. Die Brigach fließt durch Sankt Georgen und entspringt rund 43 Flusskilometer vom Zusammenfluss mit der Breg entfernt westsüdwestlich von Sankt Georgen. Die Quelle der Brigach befindet sich beim Hirzbauernhof. Ursprünglich war die Quelle der Brigach im Keller des Hirzbauernhofs. Vor einiger Zeit hat man die Quelle neu gefasst an einem Platz vor dem Anwesen.

Donnerstag, 28. Juli 2011

In kleinen Schritten zum Nationalpark Nordschwarzwald

Die Schaffung eines ersten Nationalparks in Baden-Württemberg - bevorzugt im Nordschwarzwald - ist Bestandteil der Koalitionsvereinbarung der Grün-Roten Landesregierung. Nun scheint man auf dem langen Weg zum Nationalpark Nordschwarzwald einen ersten Schritt vorangekommen zu sein.

Dienstag, 26. Juli 2011

Aussicht vom Teisenkopfturm bei Schenkenzell


Im Mittleren Schwarzwald nur wenige Kilometer nördlich des Kinzigtals bei Schenkenzell und bei Schiltach erhebt sich der Teisenkopf. Dies ist kein herausragender Gipfel, sondern eher ein gegen das Kinzigtal vorspringender Bergsporn. 

Bereits im Jahr 1911 wurde auf dem 764 m ü NN hohen Teisenkopf ein Aussichtsturm errichtet. Wie der Gipfel selbst ist auch der Aussichtsturm eher bescheiden. Der nur sieben Meter hohe Turm ragt nicht einmal über die Bäume in der Umgebung hinaus. Zwischen den Bäumen gibt es aber genügend große Lücken, die Blicke auf den Mittleren Schwarzwald rund um das Kinzigtal erlauben.

Mittwoch, 20. Juli 2011

Bannwald Siedigkopf bei Nordrach


Die Hochfläche um den Mooskopf und den Siedigkopf zwischen dem Renchtal und dem Nordrachtal ist vom Jahrhundertorkan Lothar besonders schwer heimgesucht worden. Über weite Flächen stand nach dem 26. Dezember 1999 kein Baum mehr aufrecht. 

Die umgestürzten Bäume wurden in der Folge geräumt. Auf einem Teil der Katastrophenfläche hat man im Jahr 2003 den Bannwald Siedigkopf ausgewiesen. Der 97,8 Hektar große Bannwald umfasst neben den vom Orkan Lothar kahlgefegten Flächen in seinem östlichen Teil auch Flächen, auf denen die alten Bäume stehengeblieben sind (43 Prozent der Bannwaldfläche) .

Freitag, 15. Juli 2011

Die Nordseite des Rohrhardsbergs


Der Rohrhardsberg (1.152 m ü NN) ist einer der bedeutendsten Berge des Mittleren Schwarzwalds. Die große Hochfläche des Berges sowie fast alle seine Hänge sind bewaldet. Eine Ausnahme bildet der Nordhang. Dort befindet sich der höchstgelegene Bauernhof des Mittleren Schwarzwalds.


Am schnellsten erreicht man die Nordseite des Rohrhardsbergs aus dem obersten Elztal. Die Landesstraße L 109 verbindet Schonach mit Oberprechtal. Beim Verlassen des Elztals bzw. von Schonach her kommend beim Erreichen des Talgrunds im Elztal macht die Straße eine Kehre. Dort zweigt ein öffentlicher Fahrweg in Richtung Westen ab. Nach 900 Metern erreicht man die Talstation eines Skilifts. Dort befinden sich Parkmöglichkeiten. Die Weiterfahrt ist nur Anliegern erlaubt.

Man folgt nun zu Fuß weiter der asphaltierten Straße durch Wald- und Wiesenparzellen. Man kommt am Ochsenhof und am Erlenhof vorbei und erreicht schließlich den Berggrat. Dort geht man nach links weiter aufwärts im Verlauf des neuen Zweitälersteigs und kommt am Schänzlehof vorbei. Im weiteren Verlauf erreicht man die Schwedenschanze am Waldrand mit großartiger Aussicht nach Norden. Der Weg vom Parkplatz bis zur Schwedenschanze ist 3 Kilometer lang. Der Rückweg ist wie der Hinweg.   

Samstag, 9. Juli 2011

Vier neue Premiumwege bei Baiersbronn

Das Deutsche Wanderinstitut e.V. hat im April 2011 vier neuen Wanderwegen im Schwarzwald das Label Premiumweg zuerkannt. Die vier Wanderwege befinden sich auf der Gemarkung Baiersbronn im Nordschwarzwald und haben den gemeinsamen Titel "Schwarzwälder Genießerpfade".

Mittwoch, 6. Juli 2011

Brandenkopf - ein großartiger Aussichtsberg im Mittleren Schwarzwald


Der Brandenkopf befindet sich im Mittleren Schwarzwald nördlich des Kinzigtals sowie zwischen den beiden Kinzigseitentälern, dem Wolftal und dem Harmersbach-Tal. Der 945 Meter hohe Berg ist relativ weit von den noch höheren Bergen des Nordschwarzwalds sowie auch von den höheren Bergen weiter südlich um den Rohrhardsberg abgerückt. Zudem liegt er auch noch relativ weit westlich. Das bietet die Garantie für eine großartige und ungewöhnliche Rundsicht vom Gipfel.

Allerdings kann man die Rundsicht wegen der durchgehenden Bewaldung des Gipfels nur vom Aussichtsturm Brandenkopf aus genießen. Vom namengebenden Waldbrand aus dem Jahr 1730 ist heute selbstverständlich nichts mehr zu sehen. Auf dem Gipfel des Brandenkopfs befinden sich mehrere Einrichtungen. Dazu gehören ein Wanderheim des Schwarzwald-Vereins mit Gaststätte (Montags Ruhetag) sowie der Aussichtsturm Brandenkopf. Noch wesentlich deutlicher sichtbar sind allerdings der 125 Meter hohe Sender Brandenkopf sowie zwei große Windräder. Der Aussichtsturm Brandenkopf aus dem Jahr 1929 ist 29 Meter hoch und ständig geöffnet.

Freitag, 1. Juli 2011

Felsengruppe "Heidenkirche" bei Oberharmersbach


Früher hat man geglaubt, dass es sich bei der Ansammlung von Buntsandsteinfelsen am Südosthang des Rautschkopfs im Mittleren Schwarzwald um eine vorgeschichtliche Kultstätte handelt. Daher kommt der heute noch gebräuchliche Name Heidenkirche. Heute ist klar, dass die Felslandschaft Heidenkirche ausschließlich natürlichen Ursprungs ist.

Die Felsengruppe Heidenkirche befindet sich am Rand der großen Buntsandsteinerhebung "Moos" zwischen dem Renchtal und dem Harmersbachtal. Am Rand der Buntsandsteinerhebung kippen und rutschen die Buntsandsteinschichten langsam nach unten und lösen sich hierbei in große Blöcke auf. Buntsandsteinblöcke, wenngleich in kleinerer Größe, sieht man in der Umgebung überall an den Berghängen. Ganz genau genommen gehören die Buntsandsteinblöcke der Heidenkirche zur sogenannten Geröllsandstein-Formation des Mittleren Buntsandsteins. Diese Gesteinsserie neigt besonders zur Blockbildung. In weiten Bereichen des Buntsandstein-Schwarzwalds findet man immer wieder große Felsblöcke aus Geröllsandstein.

Samstag, 25. Juni 2011

Renchtalsteig - ein neuer Qualitätswanderweg im Nordschwarzwald


Auf der diesjährigen Messe CMT in Stuttgart hat der Deutsche Wanderverband e.V. zwei neue Wanderwege im Schwarzwald mit dem Label Qualitätsweg Wanderbares Deutschland ausgezeichnet. Dies sind der Zweitälersteig und der Renchtalsteig. Der Zweitälersteig war bereits das Thema im Post vom 18.06.2011. Heute geht es um den Renchtalsteig. Dieser Steig wurde am 22. Mai 2011 feierlich eröffnet. Fertig ist er bereits seit Ende 2010.

Der Renchtalsteig führt mit einer Länge von ca. 100 Kilometern und in fünf Tagesetappen rund um das Renchtal, ein zum Oberrheingraben hin entwässerndes Tal am Westrand des Nordschwarzwalds. Der Renchtalsteig wurde und wird vom Schwarzwaldverein beschildert und betreut. Dies garantiert für eine hervorragende Beschilderung und Markierung des Wegs.

Donnerstag, 23. Juni 2011

Bannwald Schnepfenmoos bei Bad Rippoldsau-Schapbach


Nur 16 Tage vor dem Jahrhundertorkan Lothar wurde am 10. Dezember 1999 der Bannwald Schnepfenmoos verordnet. Größere Schäden richtete Lothar im Bannwald Schnepfenmoos nicht an. Denn das Gebiet des Bannwalds wurde bereits einige Jahre vorher durch die ebenfalls als Jahrhundertorkane bezeichneten Stürme Vivian und Wibke schwer heimgesucht. Diese beiden Stürme rissen Anfang der Neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts fast alle Bäume im oberen Bereich des heutigen Bannwalds Schnepfenmoos um. Und diese Zerstörungen waren der Anlass, das Gebiet als Bannwald auszuweisen. Man wollte untersuchen, wie sich die Wiederbewaldung des Gebiets ohne menschliches Zutun vollzieht.

Samstag, 18. Juni 2011

Der neue Zweitälersteig


In der zweiten Hälfte des Jahres 2010 wurden im Schwarzwald zwei neue Mehrtageswege eingerichtet, die im Januar 2011 vom Deutschen Wanderverband mit dem Label Qualitätsweg Wanderbares Deutschland ausgezeichnet worden sind. Einer dieser neuen Wege ist der Zweitälersteig. Die offizielle Eröffnung des Zweitälersteigs fand am 21. Mai 2011 statt.

Der Zweitälersteig befindet sich im Mittleren Schwarzwald. Die namensgebenden Täler sind das Elztal und das Simonswälder Tal, ein Seitental des Elztals. Beide Täler sind teilweise tief in die Schwarzwaldtafel eingeschnitten. Der Zweitälersteig führt mehrfach aus den Tälern hinauf auf die umgebenden Höhen. Das sorgt dafür, dass teilweise beträchtliche Höhenunterschiede zu bewältigen sind.

Der Zweitälersteig ist 108 Kilometer lang. Ausgangs- und Endpunkt ist die Stadt Waldkirch im Elztal. Der Weg ist in fünf Tagesetappen eingeteilt, die zwischen 10 und 25,7 Kilometer lang sind. Wegebetreiber ist der Schwarzwaldverein, unterstützt von der Tourismusgemeinschaft ZweiTälerLand und dem Naturpark Südschwarzwald.

Freitag, 17. Juni 2011

Nationalpark-Diskussion kommt in Gang

Beide Parteien der neuen grün-roten Landesregierung in Baden-Württemberg haben in ihren Wahlprogrammen die Schaffung eines ersten Nationalparks in BW formuliert. Und auch in der Koalitionsvereinbarung ist das Nationalparkthema festgehalten. Noch nicht festgelegt hat sich die Regierung auf den Ort eines zukünftigen Nationalparks, bevorzugt wird jedoch der Nordschwarzwald.

Donnerstag, 16. Juni 2011

75 Jahre Schwarzwald-Jura-Bodensee-Weg


Der Schwarzwald-Jura-Bodensee-Weg gehört zu den zahlreichen Fernwanderwegen, die der Schwarzwaldverein in seinem Arbeitsgebiet markiert hat. Jedoch ist dieser Weg weit vom Bekanntheitsgrad zum Beispiel eines Westwegs entfernt.

Nicht einmal das genaue Jahr der Eröffnung dieses Wanderwegs ist bekannt. Wie der Schwarzwaldverein in seiner Vereinszeitschrift schreibt, gibt es keine zuverlässigen schriftlichen Quellen mehr zur Eröffnung dieses Wegs. An Hand verschiedener Indizien nimmt der Verein an, dass der Schwarzwald-Jura-Bodensee-Weg im Jahr 1936, also vor inzwischen 75 Jahren eröffnet worden ist. Im Jahr 2011 begeht der Schwarzwaldverein das Jubiläum des Schwarzwald-Jura-Bodensee-Wegs unter anderem mit öffentlich geführten Wanderungen auf diesem Weg (im Juli 2011).

Westwegportal Schonach Wilhelmshöhe


Insgesamt elf sogenannte Infoportale gibt es im Verlauf des Westwegs, des bekanntesten Fernwanderwegs des Schwarzwaldvereins. Der Westweg führt von Nord nach Süd durch die höchsten Gebiete des Schwarzwalds. Der Ausgangspunkt ist Pforzheim, der Endpunkt Basel.

Im Jahr 2000 wurde der Westweg 100 Jahre alt. Inzwischen gehört der Westweg zu den "Top Trails of Germany" (eine Marke) sowie zu den Qualitätswegen Wanderbares Deutschland des Deutschen Wanderverbands.

Im Jahr 2008 hat man im Verlauf des Westwegs die Infoportale aufgestellt. Diese Portale sollen über den Westweg informieren sowie den Westweg noch besser ins Bewusstsein auch der (noch) nicht wandernden Öffentlichkeit rücken. Die Portale haben eine einheitliche Breite von 3,20 Metern, eine Höhe von 3,00 Metern und eine Tiefe von 1,50 Metern. Sie sind aus jeweils unterschiedlichen Materialien aufgebaut.

Das Portal Schonach Wilhelmshöhe ist, von Pforzheim her kommend, das siebte Portal im Verlauf des Westwegs.

Samstag, 4. Juni 2011

Der Glaswaldsee bei Bad Rippoldsau-Schapbach


Der Glaswaldsee ist einer von ca. zehn Karseen im Schwarzwald. Der See ist nach der letzten Eiszeit entstanden, als ein Gletscher am Osthang der Lettstädter Höhe ein Kar ausgehobelt hat. An der Stirn des Gletschers wurde das mitgenommene Gestein wieder abgelagert. Dort bildete sich ein Gesteinswall, eine sogenannte Endmoräne. Die vom Gletscher bewirkte Vertiefung am Hangfuß hat zusammen mit der Endmoräne einen abflusslosen Bereich entstehen lassen, der nach dem Abschmelzen des Gletschers am Ende der Eiszeit sofort vom Wasser aufgefüllt wurde.

Heute ist der Glaswaldsee nicht mehr vollständig natürlich. Im Jahr 1743 soll die Endmoräne dem Druck des nach langen Regenfällen bis zum Rand gefüllten Sees nicht mehr länger standgehalten haben. Das Wasser riss ein großes Loch in die Endmoräne, der See entleerte sich teilweise. Später hat man das Wasser durch eine Mauer mit Öffnung wieder auf die ursprüngliche Höhe angestaut. Im 18. und im 19. Jahrhundert diente der See als Schwallung. Durch gezieltes Öffnen des Schiebers in der Staumauer hat man einen Teil des Seewassers bachab und in den Fluss Wolf geschickt, um dort den Transport von Holzstämmen zu ermöglichen.

Mittwoch, 1. Juni 2011

Seensteig von Baiersbronn bis Mitteltal, Teil 2


Im vorangegangenen Post in diesem Blog war die erste Etappe des Seensteigs von Baiersbronn bis Mitteltal das Thema. Und gekommen sind wir im letzten Post bis zum Ortsrand des Freudenstädter Höhenstadtteils Kniebis. 

Heute geht es nun weiter im Verlauf des Seensteigs. Vom Ortsrand von Kniebis aus tritt man wieder in den Wald ein und erreicht nach kurzer Zeit die Hangkante. Nach links gehend kommt man zum Ellbachseeblick, einem Aussichtspunkt an der Karwand über dem Ellbachseekar.

Freitag, 27. Mai 2011

Seensteig von Baiersbronn bis Mitteltal, Teil 1


Der Seensteig ist einer von zur Zeit fünf Weitwanderwegen im Schwarzwald, die vom Deutschen Wanderverband mit dem Label Qualitätsweg Wanderbares Deutschland ausgezeichnet worden sind. Der Seensteig führt mit einer Gesamtlänge von 84 Kilometern und fünf Tagesetappen auf die Schwarzwaldhöhen westlich des oberen Murgtals. Hierbei sucht der Seensteig alle Karseen des Gebiets auf, daher auch der Name des Weges. Nirgendwo sonst im Schwarzwald wie in der Umgebung von Baiersbronn gibt es so viele Karseen auf engem Raum.

In diesem und im folgenden Post in diesem Blog geht es um die erste Etappe des Seensteigs vom Bahnhof Baiersbronn bis nach Mitteltal, das ebenfalls zu Baiersbronn gehört. Da es auf dieser ersten Etappe - wie übrigens auf allen mit einer Auszeichnung versehenen Wanderwegen - viel zu sehen gibt, teilen wir die erste Etappe des Seensteigs auf zwei Posts auf. Die erste Etappe des Seensteigs ist 12 Kilometer lang und bewältigt einen Höhenunterschied von 420 Metern im An- und Abstieg.

Montag, 23. Mai 2011

Blockmeer Oberes Rollwassertal bei Bad Wildbad


Versteckt in den Wäldern in der Umgebung des Wildseemoors befindet sich ein Naturjuwel: der dichte Wald wird plötzlich lichter und macht Platz für eine große Halde aus Felsblöcken. Man hat den Eindruck, die Blöcke seien vom Himmel gefallen. Zwischen den Blöcken wachsen einige Birken empor. Die Blöcke sind teilweise mit seltenen Moosen und Flechten überzogen.

Das Blockmeer Oberes Rollwassertal ist durch das gemeinsame Natur- und Waldschutzgebiet Kaltenbronn geschützt. Es gibt in diesem Schutzgebiet Bannwälder, Schonwälder, Naturschutzgebiete und Landschaftsschutzgebiete. Auf die Schonwälder entfallen 1.353 Hektar Fläche. Das Blockmeer Oberes Rollwassertal ist als eigener Schonwald mit einer Fläche von 14,1 Hektar ausgewiesen. Im unmittelbaren Bereich des Blockmeers sind keine forstwirtschaftlichen Eingriffe zulässig.

Mittwoch, 18. Mai 2011

Premiumweg "Murgleiter" von Forbach bis zur Schwarzenbach-Talsperre, Teil 2


Im vorangegangenen Post in diesem Blog gab es ein paar allgemeine Anmerkungen zum Premiumweg Murgleiter sowie zum Abschnitt zwischen Forbach und der Schwarzenbach-Talsperre. Heute geht es nun auf die Strecke. Tritt man aus dem Bahnhofsgebäude von Forbach, sieht man die großen Wegweiser des Schwarzwaldvereins. Der Wegweiser für die Murgleiter zur Schwarzenbach-Talsperre zeigt nach links. 

Dienstag, 17. Mai 2011

Premiumweg "Murgleiter" von Forbach bis zur Schwarzenbach-Talsperre, Teil 1


Murgleiter heißt ein noch junger Wanderweg in drei Tagesetappen durch das Murgtal von Gernsbach bis nach Baiersbronn. Der Weg bleibt hierbei nicht im Talgrund des Murgtals, sondern steigt mehrfach auf die Höhen links und rechts des Tals hinauf und wieder hinab. Die Devise des Weges ist, das Murgtal in seiner Gesamtheit, oben und unten, zu erleben. Das macht die Murgleiter ein wenig anstrengend. Allerdings wird man mit Ansichten des Murgtals belohnt, die man so noch nicht gekannt hat.

Die Murgleiter ist einer von zur Zeit elf Wanderwegen in Baden-Württemberg, die vom Deutschen Wanderinstitut mit dem Label "Premiumweg" ausgzeichnet worden sind. Das sollte eigentlich großen Wandergenuss erwarten lassen.

Freitag, 6. Mai 2011

Rollwassertal bei Bad Wildbad

Das Rollwassertal ist ein Seitental des Tals der Großen Enz. Es führt südlich von Bad Wildbad hinauf zum großen Hochplateau bei Kaltenbronn mit dem Wildseemoor. Das Rollwassertal ist für sich genommen bereits ein lohnendes Ziel, ein stilles Waldtal mit einem typischen Schwarzwaldbach. Das Rollwassertal ist jedoch auch ein nicht alltäglicher Zugangsweg zu den Mooren bei Kaltenbronn. Unter Benutzung des Linienbusses kann man zum Beispiel von Bad Wildbad zum Ortsteil Lautenhof fahren, durch das Rollwassertal zum Wildseemoor ansteigen, durch das Wildseemoor nach Kaltenbronn gehen und von dort mit dem Bus nach Bad Wildbad zurückfahren.

Thema in diesem Post ist das Rollwassertal von seiner Mündung in das Tal der Großen Enz bis zur Schäferweghütte. Der oberste Teil des Rollwassertals mit dem Kleinod des Blockmeers Oberes Rollwassertal ist das Thema in einem späteren Post.

Dienstag, 3. Mai 2011

Panorama-Runde Forbach, südlicher Teil


Rund um Forbach im Murgtal führt ein 22 Kilometer langer Rundweg, die Panorama-Runde. Der Rundweg besticht durch den steten Wechsel der Landschaft. Wälder, Wiesen, Täler und Aussichtspunkte wechseln sich in rascher Folge ab. Man muss den Weg nicht an einem Stück gehen. Denn es gibt die Möglichkeit, unter Benutzung der Stadtbahn im Murgtal sich auf einen Abschnitt des Wegs zu konzentrieren.

Thema in diesem Post ist der südliche Teil der Panorama-Runde. Ausgangs- und Endpunkt ist der Bahnhof von Forbach. Die hier beschriebene Gehrichtung ist entgegen dem Uhrzeigersinn. Man folgt zunächst dem westlichen Hang des Murgtals nach Süden. Auf dem östlichen Hang geht man dann zurück. 

Donnerstag, 28. April 2011

Zum Calwer Schafott


Auf der Hochfläche westlich des Nagoldtals ca. ein Kilometer Luflinie südwestlich des Bahnhofs von Calw befindet sich eine ehemalige Hinrichtungsstätte. Man nennt sie das Calwer Schafott. Das Wort Schafott kommt aus dem französischen und bedeutet Blutgerüst. Die Hinrichtungsstätte ist hierbei als erhöhtes Podest ausgebildet.

Beim Calwer Schafott ist das aus groben Steinen aufgemauerte runde Podest noch erhalten. Auf dem Podest hat man in jüngerer Zeit ein Schwert festgemacht. Einen Besuch wert ist das Calwer Schafott vor allem wegen der Informationstafel, die ausführlich über die Hinrichungsstätte sowie über die letzte Hinrichtung im Jahr 1818 informiert. Das Schafott an dieser Stelle wurde erst im Jahr 1800 erbaut und wurde somit nicht besonders lange betrieben.

Samstag, 23. April 2011

Bannwald Wildseemoor - im Reich des Borkenkäfers


Der Borkenkäfer ist ein Bestandteil der Natur. Das festzustellen mag vielleicht manchmal etwas schwer fallen, vor allem dann, wenn man in einem derjenigen Gebiete unterwegs ist, wo der Borkenkäfer in der Lage war, ganze Arbeit zu leisten. In diesen Gebieten kann es aussehen wie beim Weltuntergang: tote Bäume und Baumreste, so weit das Auge reicht.

Es müssen mehrere Dinge zusammenkommen, damit der Borkenkäfer seine Arbeit mit aller Konsequenz verrichten kann. Dazu gehören Fichtenwälder mit einem hohen Anteil von über 70jährigen Bäumen. Und dazu gehört, dass der Mensch nicht in den natürlichen Gang der Dinge eingreift, wie dies zum Beispiel in den Bannwäldern der Fall ist.

Donnerstag, 21. April 2011

Der Murggarten in Forbach


Der Murggarten in Forbach im Mittleren Murgtal beeindruckt weniger durch seine Größe als durch seine Lage. Der Park befindet sich auf einer kleinen Terasse in halber Höhenlage zwischen der Murg und dem Ortskern von Forbach. Somit kann man von beiden Hangseiten des Murgtals von oben auf den Park blicken.

Im Jahr 2004 wurde der frühere Kurpark von Forbach neu gestaltet. Mit seinen Wasserspielen und Spielplätzen zieht er nun ein jüngeres Publikum an. Jedoch kommen auch die Erholung und der Landschaftsgenuss im Murggarten nicht zu kurz. 

Dienstag, 12. April 2011

Wildsee und Hornsee: Hochmoorkolke bei Gernsbach-Kaltenbronn


Das Wildseemoor auf dem Höhenrücken zwischen dem Murgtal und dem Enztal bei Kaltenbronn gilt als das größte Hochmoor Mitteleuropas. Im Moor befinden sich mehrere Seen, sogenannte Hochmoorkolke. Die beiden größten und auch die einzigen, die für die Besucher sichtbar sind, sind der 2,3 Hektar große Wildsee und der 0,7 Hektar große Hornsee. Der Wildsee ist der größte Hochmoorkolk Deutschlands.  Neben diesen beiden Seen gibt es im Wildseemoor noch 18 weitere kleine Kolke. Das Wildseemoor mit den beiden Seen zählt zu den Top Ten - Sehenswürdigkeiten des Schwarzwalds.

Die beiden Seen würde man zunächst an dieser Stelle nicht erwarten. Denn normalerweise liegt ein See in einem Tal, in einer Senke oder Mulde. Beim Wildsee und beim Hornsee verhält es sich gerade umgekehrt. Diese beiden Seen befinden sich an der höchsten Stelle eines Plateaus. Von den beiden Seen fällt das Gelände in alle Richtungen zunächst kaum merklich, später etwas steiler ab.

Freitag, 8. April 2011

Ebersteinburg-Rundweg bei Baden-Baden, Teil 3


Dies ist der dritte und letzte Post der kleinen Reihe zum 10 Kilometer langen Premiumweg Ebersteinburg-Rundweg bei Baden-Baden in diesem Blog. Am Ende des zweiten Posts sind wir in der Wolfsschlucht angekommen. Mit einer langen, aber nicht besonders großen Steigung verlässt der Ebersteinburg-Rundweg die Enge der Wolfsschlucht und führt zur Lukashütte auf dem sogenannten Verbrannten Felsen.

Donnerstag, 7. April 2011

Ebersteinburg-Rundweg bei Baden-Baden, Teil 2


Dies ist der zweite von drei Posts in diesem Blog zum Ebersteinburg-Rundweg bei Baden-Baden. Im vorangegangenen Post gab es einige allgemeine Informationen zu diesem Weg. Heute geht es endlich los auf dem vom Deutschen Wanderinstitut e.V. als Premiumweg zertifizierten Ebersteinburg-Rundweg bei Baden-Baden. Ausgangspunkt ist der Parkplatz beim Alten Schloss oberhalb von Baden-Baden. Man kann den Rundweg in beiden Richtungen begehen. Nachfolgend wird eine Begehung entgegen des Uhrzeigersinns beschrieben. 

Der Weg führt am talseitigen Eingang zur Ruine des Alten Schlosses vorbei. Bei der Weggabelung hinter dem Alten Schloss geht es weiter im Verlauf des Unteren Felsenwegs, der am Fuß der Battertfelsen leicht ansteigt.

Mittwoch, 6. April 2011

Ebersteinburg-Rundweg bei Baden-Baden, Teil 1


Der Ebersteinburg-Rundweg nördlich von Baden-Baden ist einer von zur Zeit elf vom Deutschen Wanderinstitut e.V. zertifizierten und mit dem Label Premiumweg ausgezeichneten Wanderwegen in Baden-Württemberg. Acht der elf Wege befinden sich im Schwarzwald.

Von den Wegen, die mit dem Label Premiumweg ausgezeichnet worden sind, kann man einiges erwarten. Deshalb gibt es über den Ebersteinburg-Rundweg drei hintereinanderfolgende Posts in diesem Blog. Im ersten Post geht es um den Weg allgemein sowie um die Markierung des Wegs.

Mittwoch, 30. März 2011

Bahnhof Forbach an der Murgtalbahn


Forbach ist eine Gemeinde mit ca. 5.300 Einwohnern im Mittleren Murgtal im Nordschwarzwald. Heute besteht Forbach aus 10 Ortsteilen. Die Murgtalbahn hat im Gemeindegebiet Forbach fünf Bahnhöfe bzw. Haltepunkte. Der wichtigste darunter ist der Bahnhof Forbach.

Der Bahnhof Forbach befindet sich in einer Höhenlage von 303 m ü NN auf der orographisch rechten (östlichen) Seite der Murg und östlich des Orts Forbach. Die Murgtalbahn ist eine der interessantesten Bahnlinien von Baden-Württemberg. Sie weist teilweise Gebirgsbahncharakter auf. Die im Jahr 1928 vollends in Betrieb genommene Strecke wurde in den Jahren 2000 bis 2004 elektrifiziert. Seit dem Jahr 2004 haben die Stadtbahnzüge der AVG (Albtalverkehrsgesellschaft) die Züge der DB abgelöst.

Donnerstag, 24. März 2011

Wasserfall beim Kreuzkopf im Renchtal


Im hintersten Renchtal bei Bad Griesbach gibt es mehrere Wasserfälle, die keinen eigenen Namen haben. Deshalb die etwas umständliche Überschrift. Sie ist erforderlich, um keinen Zweifel aufkommen zu lassen, welcher Wasserfall gemeint ist.

Der Kreuzkopf ist eine bewaldete Bergkuppe südöstlich von Bad Griesbach im hintersten Renchtal. Auf seinem Gipfel befindet sich der Haberer Turm (siehe den Post vom 25.02.2011). Südöstlich des Kreuzkopfs, dort wo die Bergkuppe an den Hauptkamm des Nordschwarzwalds anschließt, befindet sich ein Wasserfall.

Beim Bahnhof von Bad Griesbach ist der Wasserfall mit der gelben Raute des Schwarzwaldvereins und einer Entfernung von 2,5 Kilometern ausgeschildert. Der Weg steigt am orographisch linken Talhang an, führt am oberen Ende der Skisprungschanze von Bad Griesbach vorbei und um den Kreuzkopf herum. Auf einer Brücke führt der Weg am Fuß des Wasserfalls über den Bach.

Weder der Wasserfall noch der Bach haben in den Karten einen Namen. Merkwürdigerweise ist der Wasserfall nicht einmal als Geotop ausgewiesen. Trotzdem lohnt sich ein Besuch.    

Dienstag, 22. März 2011

Erweiterung der Wasserkraftnutzung im Murgtal geplant - Kommt jetzt auch der Nationalpark?

Im Murgtal bei Forbach befindet sich die größte Anlage zur Nutzung der Wasserkraft im Nordschwarzwald. Dazu gehören zum Beispiel das Rudolf-Fettweis-Kraftwerk und die Schwarzenbach-Talsperre, der größte See des Nordschwarzwalds. Insgesamt bestehen vier Stauseen und vier Bachableitungen.

Die EnBW planen nun, die Wasserkraftnutzung bei Forbach beträchtlich zu erweitern. Dies erfolgt im Bestreben, wesentlich mehr Energie zu speichern, die zu den Spitzenzeiten abgerufen werden kann. Das Großprojekt sieht eine unterirdische Speicherkaverne, einen neuen Obersee sowie eine Vielzahl von unterirdischen Druckleitungen vor. Die Probebohrungen sind zur Zeit im Gange.  Es wird mit einer vierjährigen Planungszeit (Raumordnung, Planfeststellung) sowie einer vierjährigen Bauzeit gerechnet.

Freitag, 18. März 2011

Renchtalweg von Bad Griesbach nach Bad Peterstal


Das Renchtal gehört zu den größten Schwarzwaldtälern, die vom Oberrheingraben aus in dieses Mittelgebirge hineinreichen.

Es gibt mittlerweile zwei größere Wanderwege, die das Renchtal im Namen tragen und die man nicht verwechseln sollte. Der ältere dieser Wege ist der Renchtalweg. Dieser Weg verläuft überwiegend am Grund des Renchtals, oft in der Nähe der Rench, von der Zuflucht auf den Höhen des Grindenschwarzwalds bis nach Oberkirch am Ausgang des Renchtals.

Dann gibt es den Renchtalsteig, der erst Anfang des Jahres 2011 mit dem Prädikat Wanderweg Wanderbares Deutschland ausgezeichnet worden ist. Dieser Weg steigt in fünf Tagesetappen immer wieder auf die Höhen um das Renchtal hinauf und ist somit wesentlich anstrengender als der Renchtalweg.

Im heutigen Post geht es um eine Etappe des Renchtalwegs vom Bahnhof Bad Griesbach bis zum Bahnhof von Bad Peterstal. Diese Etappe ist 3,5 Kilometer lang und verläuft zum größeren Teil entlang der Rench. Im letzten Teil der Etappe steigt der Weg ca. 50 Höhenmeter auf die orographisch rechte Talflanke hinauf mit einer schönen Sicht auf Bad Peterstal.

Diese angenehme Wanderung wird dadurch noch besser, dass sich der Ausgangs- und Endpunkt mit der Bahn (Renchtalbahn mit Ortenau S-Bahn) bequem erreichen lassen.

Donnerstag, 3. März 2011

Kinzigwehr bei Gengenbach für Fische durchlässig gemacht


Am Kinzigwehr bei Gengenbach wurden in den vergangenen Monaten weitreichende Umgestaltungen vorgenommen. Die Umgestaltung hatte mehrere Ziele:

  • Ein umweltfreundliches bewegliches Wasserkraftwerk soll zukünftig Strom für ca. 800 Haushalte erzeugen.
  • In den beim Wehr beginnenden Mühlkanal wird zukünftig wesentlich weniger Wasser geleitet. Dadurch verbleibt wesentlich mehr Wasser als bisher im natürlichen Flussbett der Kinzig.
  • Es wurde ein Fischaufstieg angelegt, über den die flussaufwärts wandernden Fische (unter anderem Lachse) zukünftig das Wehr umschwimmen können.

Das neue Wasserkraftwerk wurde erst vor kurzem in Betrieb genommen. Es handelt sich hier um das weltweit erste bewegliche, über- und unterströmbare Wasserkraftwerk. Deshalb wurde das Projekt auch von der EU gefördert. Das Kraftwerk befindet sich in einem Schacht unterhalb des Wasserspiegels und ist somit kaum sicht- und hörbar. Auch flussabwärts schwimmende Fische können problemlos am Kraftwerk vorbeikommen. Die Kinzig ist nun in ihrem Unterlauf auf über 40 Kilometern Länge für Fische wieder durchgängig.   

Dienstag, 1. März 2011

Frühgeschichtliche Befestigungsanlage auf dem Rudersberg bei Calw


Ca. eineinhalb Kilometer südlich von Calw beschreibt die Nagold eine markante Flussschleife. Innerhalb der Flussschleife erhebt sich der vollständig bewaldete Rudersberg. Auf dem Rudersberg befindet sich die einzige nachgewiesene vorchristliche Höhenbefestigung im Nordschwarzwald.

Zwei Erdwälle im Wald sind das Einzige, was heute noch von der frühgeschichtlichen Befestigungsanlage übriggeblieben ist. Dazu gibt es oberhalb der Wälle die Fundamente eines Gebäudes aus dem 7. bis 8. Jahrhundert nach Christus. Diese Fundamente wurden erst vor wenigen Jahren entdeckt. Der Jahrhundertorkan Lothar hat am Zweiten Weihnachtsfeiertag 1999 einige Flächen auf dem Rudersberg kahlgefegt. Darauf konnte der Gebäudegrundriss aus der Luft erkannt werden. 

Heute gibt es vor Ort zwei große Informationstafeln, die sowohl über die frühchristliche Befestigungsanlage als auch über das Gebäude aus dem 7. bis 8. Jh. aufklären.