Mittwoch, 28. Juli 2010

Alte Grenzsteine Baden - Württemberg bei Fohrenbühl


Auf dem Fohrenbühl westlich von Schramberg finden sich noch gut erhaltene Grenzsteine der früheren Grenze zwischen dem Großherzogtum Baden und dem Königreich Württemberg. Die Grenze zwischen dem früheren Großherzogtum Baden und dem früheren Königreich Württemberg verlief über mehr als ein Jahrhundert hinweg durch weite Bereiche des Schwarzwalds.

Westlich von Pforzheim verlief die Grenze in Richtung Südwesten und westlich in einem Bogen um Bad Herrenalb herum. Von dort ging es westlich der Enz und über das Murgtal hinweg in einem großen Bogen westlich um Freudenstadt herum. Das Kinzigtal wurde zwischen Alpirsbach und Schiltach gequert. Im weiteren Verlauf führte die Grenze westlich um Schramberg herum und dann in Richtung Südosten nach Schwenningen. Zwischen Villingen und Schwenningen hindurch ging es weiter in Richtung Südosten zum obersten Donautal, das zwischen Möhringen und Tuttlingen gequert wurde.

Samstag, 24. Juli 2010

Elzquelle bei Furtwangen


Die Elz, ein Fluss des Mittleren Schwarzwalds, hat einen etwas merkwürdigen Verlauf. Von ihrer Quelle aus fließt die Elz zunächst nach Norden und tieft sich bald steil in die Hochfläche des Schwarzwalds ein. Bei Oberprechtal ändert sich ihr Verlauf markant. Von nun an fließt die Elz nach Südwesten bis zum Verlassen des Schwarzwalds bei Emmendingen. Von dort ändert sich die Richtung erneut nach Nordwesten bis zur Mündung in den Rhein bei Riegel am Kaiserstuhl. Von dort fließt das Elzwasser im Rhein nach Norden.

Die Elzquelle befindet sich nahe der Europäischen Wasserscheide Rhein - Donau. Auf der anderen Seite der Wasserscheide, nur ein Kilometer von der Elzquelle entfernt, ist die Bregquelle, die auch als die eigentliche Donauquelle gilt. 

Sonntag, 18. Juli 2010

Rabenfelsen und Kreuzfelsen bei Lauterbach


An einem Berghang östlich von Lauterbach ragen zwei Felsen aus dem Wald heraus. Der in der Draufsicht von Lauterbach linke und höhergelegene Felsen ist der Rabenfels, der rechte und tiefergelegene ist der Kreuzfelsen. Vor Ort namentlich ausgeschildert ist nur der Kreuzfelsen. Auf dem Rabenfels befindet sich ein kleiner Pavillon. Auf den Wanderwegschildern ist der Rabenfels mit "Aussichtspavillon" ausgeschildert.

Beide Felsen bestehen aus dem sogenannten Triberg-Granit. An einer Stelle wird der Granit durch einen Granitporphyrgang durchsetzt. Der Kopf beider Felsen ist auf Wanderwegen erreichbar. Von beiden Felsen bietet sich ein schöner Blick auf das Lauterbachtal, ein Seitental des Schiltachtals bei Schramberg. Am Besten, man kombiniert beide Felsen miteinander.

Freitag, 16. Juli 2010

Naturschutzgebiet Blindensee bei Schönwald


Ein Hochmoor mit einem geheimnisvollen kleinen See auf fast 1000 Meter Höhe im Mittleren Schwarzwald: das umfasst das 28 Hektar große Naturschutzgebiet Blindensee bei Schönwald.

Lange Zeit war nicht bekannt, wie der Blindensee entstanden ist. Eines ist klar: Künstlich, z.B. durch Torfstich, ist der See nicht entstanden. Das Blindenseemoor wurde kaum für den Torfabbau benutzt und ist eines der natürlichsten Moore des Schwarzwalds. Der Blindensee ist jedoch auch nicht ein Restsee, der beim Verlanden eines Moorsees übriggeblieben ist. Fachleute sind heute der Auffassung, dass der Blindensee durch die Vergrößerung eines Risses entstanden ist, indem eine Moorscholle an dem leicht geneigten Hang abgerutscht ist. Die Frostsprengung tat ein übriges und vergrößerte den See auf seine heutige nahezu quadratische Form.

Dienstag, 13. Juli 2010

Entlang der Triberger Wasserfälle von oben nach unten


Deutschlands höchste Wasserfälle bei Triberg im Mittleren Schwarzwald sind, obwohl stark vermarktet, sicher mehr als einen Besuch wert. Bereits der Post vom 16.01.2010 hat sich mit den Triberger Wasserfällen befasst, der Jahreszeit gemäß mit den winterlichen Wasserfällen. Im Januar konnte man von unten her nur bis zur ersten Plattform gehen. Der obere Teil der Fälle war nicht begehbar. In diesem Post geht es um die Triberger Wasserfälle im Sommer. Vorgeschlagen wird, die Wasserfälle einmal von oben nach unten zu begehen.

Ein Parkplatz befindet sich direkt an der B 500 Triberg - Schönwald bei der Kreisverkehrsanlage am Ende der Steigungsstrecke (Parkplatz Adelheid). Die Idee, zu Fuß entlang der Wasserfälle hinunter nach Triberg zu gehen und dann mit dem Bus zurückzufahren, klingt bestechend, dürfte sich aber kaum in die Tat umsetzen lassen. Die  Busse zwischen Triberg und Schönwald verkehren fast alle über Schonach und fahren nicht beim oberen Ende der Wasserfälle vorbei. Somit muss man jeden Höhenmeter, den man hinabsteigt, später auch wieder hinaufsteigen. Das ist jedoch halb so schlimm, denn dadurch kann man die Fälle erst so richtig genießen.

Montag, 12. Juli 2010

Aussicht vom Brendturm bei Furtwangen


1.149 m ü NN hoch ist der Gipfel des Brend im Mittleren Schwarzwald. Der Gipfel bildet den südlichen Punkt einer ausgedehnten Massenerhebung, die sich nach Norden bis zum Rohrhardsberg und zu den Höhen zwischen dem Elztal und dem Gutachtal erstreckt. Die Sicht vom Aussichtsturm auf dem Brendgipfel ist vor allem von Südosten über Süden bis nach Westen hervorragend. Nach Norden hat man vom Brendturm keine Sicht. Einerseits wachsen in dieser Richtung die Bäume zu hoch. Andererseits fällt der Bergrücken nach Norden vom Brend aus kaum ab.

Der Brendgipfel ist mit dem Auto von Furtwangen und von Gütenbach aus erreichbar. Direkt am Gipfel vorbei führt der Westweg, der bekannteste Fernwanderweg des Schwarzwaldvereins (gleichzeitig Europäischer Fernwanderweg 1). Eine kleinere Wanderung kann man zum Beispiel von der Martinskapelle nördlich des Brend zum Brendgipfel unternehmen (Westweg, einfach Entfernung ca. 2 Kilometer).

Samstag, 10. Juli 2010

Zum ehemaligen Bahnhof Niederwasser der Schwarzwaldbahn


Die Schwarzwaldbahn Offenburg - Konstanz ist die schönste Eisenbahnstrecke des Schwarzwalds und darüber hinaus eine der schönsten Gebirgsbahnen Europas. Zwischen den Bahnhöfen Hornberg und Triberg beschreibt die Schwarzwaldbahn eine große Schleife mit zwei Kehren, um Höhe zu gewinnen. Im Verlauf dieser Schleife befand sich bis zum Jahr 1981 der Bahnhof Niederwasser. Im heutigen Post wird ein Spaziergang zum ehemaligen Bahnhof Niederwasser beschrieben.

Das Obergießbachtal, in dem sich der ehemalige Bahnhof Niederwasser befindet, ist ein linkes (westliches) Seitental des Gutachtals zwischen Hornberg und Triberg. Durch das Tal verläuft eine schmale öffentliche Straße, die sich mehrfach verzweigt. Die Abzweigung der Straße von der Bundesstraße B 33 im Gutachtal ist ca. 350 Meter nördlich der Stelle, wo die Schwarzwaldbahn die B 33 im Verlauf einer Kehrschleife überquert. Die Abzweigung ist nicht unbedingt einfach zu finden, eine Beschilderung im Verlauf der B33 oder Abbiegespuren gibt es nicht.

Donnerstag, 8. Juli 2010

Wegbuch bei Mittelweg - km 15


Von den Alpen kennt man die Gipfelbücher, die auf ungezählten Gipfeln in wasserdichten Boxen zusammen mit einem Kugelschreiber verstaut sind. Es gibt vereinzelt sogar Wandbücher im Verlauf schwieriger Kletterrouten. Sehr viel seltener sind dagegen Bücher, die sich im Verlauf von Fernwanderrouten befinden. Im Schwarzwald gibt es so ein Wegbuch bei Kilometer 15 des Mittelwegs.

Der Mittelweg ist einer der drei großen Nord-Süd-Fernwanderwege des Schwarzwaldvereins. Der Weg verläuft von Pforzheim bis nach Waldshut. Die erste Etappe des Mittelwegs führt von Pforzheim nach Bad Wildbad mit einer Länge von 22,5 Kilometern. Im Verlauf dieser Etappe beim Wegkilometer 15 befindet sich das Wegbuch. Anlass für das Aufstellen des Wegsbuchs war im Jahr 2002 das hundertjährige Jubiläum der Eröffnung des Mittelwegs.

Sonntag, 4. Juli 2010

Wälder am Belchen sind Kandidat für schönstes Wald-Naturwunder Deutschlands

Die Heinz-Sielmann-Stiftung sucht im Sommer 2010 das schönste Wald-Naturwunder Deutschlands. Zu den 19 Kandidaten gehört auch ein Ort des Schwarzwalds, genannt "Bachlauf am Belchen". Der Belchen mit einer Höhe von 1414 m ü NN ist der vierthöchste sowie der alpinste Berg des Schwarzwalds. Der Berg befindet sich innerhalb des Naturparks Südschwarzwald. 

Freitag, 2. Juli 2010

Riesenstein bei Bad Wildbad


Der Riesenstein ist ein unvermittelt im dichten Wald auf dem Meisternrücken östlich von Bad Wildbad liegender großer Buntsandsteinfelsen.

Das Enztal bei Bad Wildbad ist tief in die Hochflächen des Nordschwarzwalds eingeschnitten. Die Mehrzahl der erholungssuchenden Menschen, der Wanderer und Spaziergänger in Bad Wildbad geht oder fährt auf die Hochflächen westlich des Enztals. Dorthin führen die Sommerbergbahn - eine Standseilbahn -, und auch eine Straße. Auch die Wanderwege führen in der Mehrzahl in das Gebiet westlich des Enztals.

Das Gebiet östlich des Enztals fristet dagegen ein Schattendasein. Östlich des Enztals befindet sich ein Höhenzug, der Meistern genannt wird. Dieser Höhenzug bildet kaum eine richtige Hochfläche aus, denn das Tal der Großen Enz und das östlich verlaufende Tal der Kleinen Enz nehmen das Gebiet förmlich in die Zange. Will man auf die Höhe des Meistern, hilft keine Bahn und keine Straße. Den gesamten Höhenunterschied von immerhin 300 Metern von Bad Wildbad bis zum Gipfelbereich des Meistern muss man zu Fuß bewältigen.