Sonntag, 30. Mai 2010

Aussicht vom Mahlberg-Turm bei Gaggenau


Zieht man von Karlsruhe aus eine Linie nach Süden, ist der 613 Meter hohe Mahlberg der erste richtige Gipfel des Schwarzwalds. Zwischen Karlsruhe und dem Mahlberg hebt sich das Gelände zwischen dem Albtal im Osten und dem Oberrheingraben bzw. dem Murgtal im Westen langsam in der Form eines Hochplateaus an, richtige Gipfel fehlen jedoch.

Die besondere Stellung des Mahlbergs drückt sich auch in der naturräumlichen Gliederung des Schwarzwalds aus. Die Untereinheit "Grindenschwarzwald und Enzhöhen" hat im Mahlberg ihren nördlichen Ausläufer. Westlich und nordwestlich des Mahlbergs erstreckt sich die Untereinheit "Nördlicher Talschwarzwald" und östlich sowie nördlich des Mahlbergs befindet sich die Untereinheit "Schwarzwald-Randplatten". Die politische Gliederung steht der landschaftlichen nicht nach. Über den Mahlberggipfel verläuft die Grenze zwischen den Landkreisen Rastatt (Stadt Gaggenau) und Karlsruhe (Gemeinde Malsch). Der Mahlberg ist der höchste Punkte des Landkreises Karlsruhe, nicht jedoch des Landkreises Rastatt. 

Samstag, 29. Mai 2010

Vom Eyachtal hinauf zum Tornadostein und zur Spitzhütte


Das Eyachtal, ein Seitental des Enztals, zählt zu den schönsten und naturbelassendsten Tälern des Schwarzwalds. Die Hänge des 10 km langen Tals sind durchgehend bewaldet. Der Talgrund ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Dort befindet sich ein Mosaik aus Wiesen, Wasserläufen und Wäldern. 

Man kann mit dem Auto in das Tal hineinfahren. Hierbei biegt man zwischen Neuenbürg und Höfen an der Enz nach Westen vom Enztal ab. Bei der Eyachmühle ungefähr in der Mitte des Tals befinden sich Parkplätze. Es gibt eine Vielzahl an Wandermöglichkeiten im Tal, entlang der Talhänge und auf den angrenzenden Hochflächen. Als erste Schnupperwanderung bietet sich eine 1,2 Kilometer lange Tour (hin und zurück 2,4 Kilometer) von der Eyachmühle hinauf zum Tornadostein und weiter zur Spitzhütte an. Der zu bewältigende Höhenunterschied ist 170 Meter.

Mittwoch, 26. Mai 2010

Hagenschießer Felsenmeer bei Pforzheim


Das Hagenschießer Felsenmeer ist ein Überbleibsel der letzten Eiszeit am Hang des Würmtals ganz in der Nähe von Pforzheim.

Am Ende der letzten Eiszeit sah es im Schwarzwald noch ein wenig anders aus als heute. Die Talhänge und Hochflächen waren unbewaldet. Die Sonne taute die südexponierten Hänge tagsüber auf. Nachts gefror der Boden wieder. Der Westwind konnte ungehindert wehen und kleine Gesteinspartikel aufnehmen. Durch diese Vorgänge lösten sich einzelne Felsen aus dem Buntsandstein und rutschten den Hang hinab. An bestimmten Stellen sammelten sie sich an und bildeten Felsgruppen. Diese Häufung von Felsen nennt man heute Felsenmeere. 

Es gibt im Schwarzwald an vielen Hängen Felsenmeere. Unter den heute vorherrschenden Randbedingungen mit dichter Bewaldung und mäßig warmem Klima können sich die Felsenmeere nicht mehr neu bilden. Die noch vorhandenen Felsenmeere sind somit Zeugen einer Zeit vor 10.000 Jahren.

Samstag, 15. Mai 2010

Gibt es eine zweite Chance für den Nationalpark Nordschwarzwald?

In einer sogenannten Pressehintergrundinfo vom 12.05.2010 zum Thema "Wildnis und Wildnisgebiete in Deutschland" hat das Bundesamt für Naturschutz die Bundesländer Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gebeten zu prüfen, ob nicht auch in diesen Ländern geeignete Gebiete vorliegen, die als Nationalpark entwickelt werden können.

Die Bitte des Bundesamts für Naturschutz und damit der Bundesregierung gründet sich auf mehrere Sachverhalte:

Donnerstag, 13. Mai 2010

Bannwald Zimmeracker bei Pforzheim


Der Bannwald Zimmeracker ist der nordöstlichste Bannwald des Schwarzwalds und der einzige auf dem Gebiet der Stadt Pforzheim. Seine Größe von 111,7 Hektar ist allerdings in Bezug auf seine Nähe zur Großstadt Pforzheim beachtlich. Eine erste Verordnung zum Bannwald stammt aus dem Jahr 1992. Die jünste Verordnung, die den Bannwald auch vergrößerte, stammt aus dem Jahr 2001.

Innerhalb des Bannwalds kann man zwischen der Hochfläche Hagenschieß und den Hängen zum Würmtal unterscheiden. Die Bereiche auf der Hochfläche wurden von den Stürmen der vergangenen Jahrzehnte teilweise stark mitgenommen. Der Baumbestand an den Hängen des Würmtals hingegen ist relativ alt. Im Gebiet sind die Laubbäume vorherrschend.

Montag, 10. Mai 2010

Naturerlebnispfad Battert bei Baden-Baden


Am 23. April 2010 wurde der neue Naturerlebnispfad Battert bei Baden-Baden im Rahmen einer Fachführung durch das Regierungspräsidium Karlsruhe offiziell eröffnet. Im Verlauf des Naturerlebnispfads sind nun drei große Orientierungstafeln sowie sechs Informationstafeln zu verschiedenen Themen aufgestellt.

Der Battert nördlich oberhalb von Baden-Baden gehört zu den wertvollsten und bekanntesten Natursehenswürdigkeiten des Schwarzwalds. Dort befinden sich die größten Felsbildungen des Nordschwarzwalds. Das Gebiet ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen, zudem wurde im Naturschutzgebiet sowie auf den nördlich angrenzenden Flächen ein Bannwald eingerichtet. 

Die Felsen, das Naturschutzgebiet sowie der Bannwald sollen in diesem Blog zu einem späteren Zeitpunkt mit eigenen Posts beschrieben werden. Heute geht es aus aktuellem Anlass um den neuen Naturerlebnispfad, der durch die schönsten Teile des Naturschutzgebiets führt.

Freitag, 7. Mai 2010

Schlossbergturm bei Freiburg


Der Schlossbergturm mit Baujahr 2002 gehört zu den jüngsten Aussichtstürmen des Schwarzwalds. Der Turm befindet sich ganz am Rand des Schwarzwalds an der Grenze zur Oberrheinischen Tiefebene auf einem Bergsporn direkt über der Großstadt Freiburg im Breisgau. An der Stelle des Turms befand sich früher ein Geschützturm einer Befestigungsanlage.

Ein eigentlicher Berggipfel ist am Turmstandort nicht vorhanden. Vielmehr handelt es sich um einen flach abfallenden Bergrücken. Der Turm ist 35 Meter hoch und besticht durch seine ungewöhnliche Bauweise, die bei der Turmbesteigung Schwindelfreiheit erfordert. Im Kern des Turms befindet sich ein Treppenlauf aus Stahl, in dem man beim Aufsteigen freie Sicht nach allen Richtungen hat. Darum herum sind verdrillte Langhölzer befestigt, die aus den Stämmen von Douglasien ganz in der Nähe gewonnen wurden. Der Turm ist immer geöffnet, der Eintritt ist kostenlos.

Montag, 3. Mai 2010

Durch das Schleiftal bei Calw-Stammheim zum größten Mühlrad Europas


Das Mühlrad der Unteren Mühle im Schleiftal bei Calw-Stammheim wird als das größte Mühlrad Europas bezeichnet. Es hat einen Durchmesser von 11,5 Metern mit 80 Schaufeln. 

Durch das Schleiftal zwischen dem auf der Höhe gelegenen Calwer Ortsteil Stammheim und der Mündung in das Nagoldtal führt eine schmale, nur wenige befahrene öffentliche Straße. Die Straße führt direkt an der Unteren Mühle vorbei. Jedoch kann man das Mühlrad von der Straße aus nicht sehen, denn es befindet sich auf der gegenüberliegenden, von der Straße aus nicht einsehbaren  Gebäudeseite.

Vor wenigen Jahren hat der Schwarzwaldverein einen schmalen Steig angelegt, der auf der anderen Bachseite mit Blick auf das Mühlrad entlangführt. Um das Mühlrad zu sehen, bietet sich somit eine kleine Wanderung von Calw-Stammheim über die Straße und über den neuen Wanderweg hinab ins Schleiftal an.