Donnerstag, 10. September 2009

Friedrichsturm auf der Badener Höhe



Die Badener Höhe ist ein ganz besonderer Berg. Sie ist der nördlichste Gipfel des Schwarzwalds über 1000 Meter Höhe und sie ist auch der höchste Punkt der Gemarkung Baden-Baden. Unter diesen Umständen sollte es nicht weiter überraschend sein, dass man vom Gipfel der Badener Höhe eine sehr abwechslungreiche Rundsicht genießen kann.

Allerdings musste man dafür einen Aussichtsturm bauen, denn die Badener Höhe war vollständig bewaldet. In Bezug auf die Bewaldung ist tatsächlich die Vergangenheitsform passend. Der Jahrhundertorkan Lothar hat am Zweiten Weihnachtsfeiertag des Jahres 1999 im Schwarzwald unermesslichen Schaden angerichtet. Auch am Gipfel der Badener Höhe hat der Orkan seine Spuren hinterlassen. Diese Spuren werden noch jahrzehntelang sichtbar sein.

Man könnte sich jetzt fragen, ob der Aussichtsturm unter diesen Umständen überhaupt noch eine Berechtigung hat. Ich kann bestätigen, dass man den Aussichtsturm nach wie vor braucht. Zwar hat man tatsächlich zur Zeit von der Gipfelkuppe aus eine eingeschränkte Sicht vor allem nach Südwesten. Die umfassende Rundsicht kann man nach wie vor ausschließlich vom Turm aus genießen. Und in wenigen Jahren werden die Jungbäume bereits soweit gewachsen sein, dass sie höher als die Augenhöhe beim Menschen sein werden. Und dann ist es mit der eingeschränkten Sicht vom Gipfel bereits wieder vorbei.
Der Friedrichsturm wurde am 5. Oktober 1891 eingeweiht. Im Jahr 1974 hat der Schwarzwaldverein neben dem Turm eine Schutzhütte gebaut. Im Dezember 2002 musste der Turm wegen sicherheitsrelevanter Mängel vorübergehend geschlossen werden. Am 19. Juni 2003 wurde der Turm wiedereröffnet. Die Besteigung des Turms ist kostenlos, der Turm ist immer geöffnet.

Bei klarer Sicht sieht man über den Oberrheingraben hinweg die Vogesen und den Pfälzer Wald. Bei meinem Besuch im Sommer 2009 war die Sicht nicht extrem klar. Allein die Sicht auf den Schwarzwald jedoch lohnt die Besteigung des Turms. Man sieht einerseits die tief unten liegenden Täler von Baden-Baden und andererseits die endlosen Waldmeere des Hochschwarzwalds. So schnell steigt man bei dieser Sicht vom Turm nicht mehr ab.

Der Gipfel der Badener Höhe ist von vielen Richtungen aus zu erreichen. Von Herrenwies aus geht es mit der gelben Raute in 3,5 Kilometer hinauf zum Gipfel. Von Sand an der Schwarzwaldhochstraße folgt man dem Westweg und erreicht in 3,9 Kilometer ebenfalls den Gipfel. Von der Schwarzenbachtalsperre aus geht man mit der blauen und später roten Raute 6,5 Kilometer. Längere Wege sind von Forbach im Murgtal (Westweg, rote Raute) und von der Roten Lache (blaue Raute) aus zurückzulegen.


Hier gibt es eine Übersicht über alle Aussichtstürme des Schwarzwalds

Der Jahrhundertorkan hat am Zweiten Weihnachtsfeiertag des Jahres 1999 den Wald auf dem Gipfel der Badener Höhe um den Friedrichsturm herum förnlich abrasiert. 

Der Friedrichsturm stammt aus dem Jahr 1891 und ist damit bereits über 100 Jahre alt.

Daten zum Friedrichsturm befinden sich auf dieser Steinplatte beim Eingang.

Von der Turmspitze aus hat man eine äußerst abwechslungsreiche Rundsicht. Hier geht der Blick nach Süden über das Tal von Herrenwies hinweg zur Hornisgrinde.

Blick vom Friedrichsturm nach Nordosten über die Streitmannsköpfe hinweg auf die große Hochfläche östlich des Murgtals im Hintergrund

In Richtung Osten sieht man vom Friedrichsturm den Seekopf, den Nachbarberg der Badener Höhe und dahinter die Hochplatte östlich des Murgtals.

Nach Süden blickt man vom Friedrichsturm auf den Hohen Ochsenkopf, im Vordergrund erstreckt sich eindrucksvoll eine vom Orkan Lothar verwüstete Fläche.

Einen Traumblick gibt es vom Friedrichsturm in Richtung Nordwesten: im Hintergrund tief unten liegt Baden-Baden, flankiert vom Merkur rechts und dem Battert im Hintergrund.


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